Einigung der Verhandlungspartner im Tarifstreit MFA

Der Tarifstreit ist beendet. Der Verband medizinischer Fachberufe e.V. (vmf) und die Arbeitsgemeinschaft zur Regelung der Arbeitsbedingungen der Arzthelferinnen/Medizinischen Fachangestellten (AAA) konnten sich in der vierten Verhandlungsrunde am 8.2.2024 einigen. Das Ergebnis wird nach Ende der Erklärungsfrist am 16. Februar bekanntgegeben.

Im Vorfeld der Verhandlung hatten sich mehr als 200 Berufsangehörige vor dem Gebäude der Bundesärztekammer versammelt und lautstark für mehr Gehalt protestiert. Der vmf hatte bundesweit zum Warnstreik aufgerufen, in Hamburg, Dortmund, Marburg, Nürnberg und Stuttgart fanden Kundgebungen statt.

vmf-Präsidentin und Verhandlungsführerin Hannelore König zeigt sich zufrieden mit der Resonanz auf den Warnstreik: "MFA sind keine Lokführer. Die Problematik ist um einiges komplizierter und liegt zu einem wichtigen Teil im System der Finanzierung des Gesundheitswesens. In dem Sinne haben wir ein Ziel bereits erreicht: Es wird in der Öffentlichkeit über die Gehalts- und Arbeitssituation der MFA gesprochen. Dieser Druck scheint nicht ohne Auswirkung auf unsere Verhandlungen geblieben zu sein.“

Bei einer Umfrage im Sommer vergangenen Jahres erklärte nur ein Drittel der über 3500 teilnehmenden MFA, mit dem Gehalt zufrieden zu sein. 39 Prozent gaben an, in den vergangenen zwölf Monaten mindestens mehrere Male im Monat daran gedacht zu haben, den Beruf zu verlassen.“

Quelle: vmf-online.de 

(bd)
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