Therapie-Kompass zur symptomorientierten Arzneimitteltherapie von Long COVID

Gezielte Zulassungen von Arzneimitteln für Patientinnen und Patienten mit Long COVID gibt es bisher nicht. Allerdings werden bereits jetzt in der Versorgung zahlreiche Arzneimittel eingesetzt, zu denen es Erfahrungen in der Linderung von Long-COVID-Symptomen gibt.

Therapie-Kompass

Eine Expertengruppe hat im Auftrag des Bundesministeriums für Gesundheit (BMG) einen Therapie-Kompass zur symptomorientierten Arzneimitteltherapie von Long COVID bei Erwachsenen entwickelt. Dieser soll Ärzte bei der Behandlung von Betroffenen unterstützen. Basis sind aktuelle Leitlinien zum jeweiligen Krankheitsbild. Konkrete Beispiele innerhalb aufgeführter Substanzklassen basieren auf Erfahrungen aus der Expertengruppe. 

Die Publikation beinhaltet eine Übersicht über geeignete Wirkstoffe und Wirkstoffgruppen, die für die Therapie der häufig bei Long COVID auftretenden zwölf Symptomkomplexe zugelassen sind. Zu den Symptomkomplexen gehören beispielsweise Asthma, Angst-, Spannungs- und Erregungszustände, Depression oder Schlafstörungen.

Außerdem werden Dosierungsempfehlungen und Hinweise der Expertengruppe gegeben und, sofern vorliegend, auf Leitlinienempfehlungen verwiesen. Die Arzneimittel werden hierbei innerhalb ihrer zugelassenen Anwendungsgebiete eingesetzt. Sie sind also, wie immer unter Berücksichtigung des Wirtschaftlichkeitsgebots und der Regelungen in der Arzneimittel-Richtlinie, zu Lasten der gesetzlichen Krankenversicherung verordnungsfähig.

Quelle: KBV-PraxisNachrichten

(bd)
Zurück zur Startseite
Weitere Newsmeldungen
    • Anfragen zu Vergiftungen durch Drogen beim Giftinformationszentrum-Nord gestiegen
      Das Giftinformationszentrum-Nord (GIZ-Nord) hat seinen Jahresbericht 2025 vorgelegt. Dieser analysiert detailliert die Vergiftungsursachen, die Altersgruppen der Betroffenen und die Schwere der Vergiftungen. Oft sind es Dinge aus dem täglichen Umfeld, die besonders für Kinder gefährlich werden könne...
      Mehr
    • Unregelmäßige Mahlzeiten erhöhen Depressionsrisiko
      Menschen, die sich abwechslungsreich ernähren, können sich unregelmäßige Essenszeiten eher leisten, betonen die Wissenschaftler. Sie seien weniger von Depressionen betroffen als die, die zu allem Überfluss auch noch eine Vorliebe für Schnellgerichte hätten. Unregelmäßige Essgewohnheiten schädigen vo...
      Mehr
    • Klarstellung zu neuen Regelungen zur Verordnung von Cannabis
      Die neuen Regelungen für die Verordnung von Cannabis, die seit Inkrafttreten des GKV-Beitragssatzstabilisierungsgesetz am 30. Juli gelten, haben zu zahlreichen Nachfragen insbesondere aus der Ärzteschaft geführt. KBV und GKV-Spitzenverband haben sich deshalb auf eine gemeinsame Auslegung der nun ang...
      Mehr
    • Konzept der KBV zur Einführung der elektronischen Überweisung
      Mit dem geplanten Gesetz für Daten und digitalen Innovationen im Gesundheitswesen (GeDIG) soll auch die elektronische Überweisung (eÜberweisung) eingeführt werden. Das wird auch von der KBV unterstützt. Es sollte aber ohne zusätzlichen bürokratischen Aufwand für die Praxen funktionieren und Mehrwert...
      Mehr
    • Psychische Erkrankungen erstmals an der Spitze bei Fehlzeiten
      Der DAK zufolge stehen psychische Erkrankungen erstmals an der Spitze aller Ursachen für Fehlzeiten. Im ersten Halbjahr 2026 stiegen die Krankschreibungen wegen psychischer Erkrankungen um neun Prozent gegenüber dem Vorjahr. Damit setzt sich einer der auffälligsten Trends im Krankenstand der letzten...
      Mehr
    • Uniklinik Dresden bietet psychisch kranken Patienten Stationsäquivalente Behandlung (StäB)
      Nicht alle Betroffenen mit schweren psychischen Erkrankungen können aufgrund verschiedener Gründe stationär aufgenommen werden. Für diese Patienten bietet die Klinik für Psychiatrie und Psychotherapie am Universitätsklinikum Carl Gustav Carus Dresden nun eine Alternative: Sie werden in ihrem Zuhause...
      Mehr
Zum Archiv

Quellen-URL (abgerufen am 09.09.2026 - 03:16): http://www.neuromedizin.de/Patienten/Therapie-Kompass-zur-symptomorientierten-Arzneimitteltherapi.htm
Copyright © 2014 | http://www.neuromedizin.de ist ein Dienst der MedienCompany GmbH. | Medizin-Medienverlag | Amselweg 2, 83229 Aschau i. Chiemgau | Geschäftsführer: Beate Döring | Amtsgericht Traunstein | HRB 19711 | USt-IdNr.: DE 223237239