Welt-Alzheimertag am 21. September 2022- Was man tun kann, um das Demenz-Risiko zu senken

Weltweit sind etwa 55 Millionen Menschen von Demenzerkrankungen betroffen, zwei Drittel davon in Entwicklungsländern. Bis 2050 wird die Zahl voraussichtlich auf 139 Millionen steigen, besonders dramatisch in China, Indien, Südamerika und den afrikanischen Ländern südlich der Sahara. Seit 1994 finden am 21. September in aller Welt vielfältige Aktivitäten statt, um die Öffentlichkeit auf die Situation von Menschen mit Demenz und ihren Angehörigen aufmerksam zu machen.

Das Motto für den Welt-Alzheimertag 2022 lautet: „Demenz – verbunden bleiben“. Teilhabe für Menschen mit Demenz und ihre Angehörigen braucht Sensibilität und Offenheit und bedeutet flexibel auf Hürden im Alltag zu reagieren. Verbunden bleiben kann man überall: im Chor, in der Theatergruppe, im Gottesdienst, im Restaurant oder einfach in der Hausgemeinschaft – trotz und mit Demenz. Der Rahmen muss vielleicht ein anderer sein, nicht aber der Mensch! Verbunden zu bleiben ist daher so wichtig!

Mehr zum Welt-Alzheimertag 2022 finden Sie hier auf www.welt-alzheimertag.de

Ein Drittel aller Alzheimer-Erkrankungen wäre durch einen gesunden Lebensstil bis ins hohe Alter vermeidbar. Doch wie? Die Deutsche Hirnstiftung führt neue Studiendaten an und rät zu konkreten Maßnahmen, um die Gesundheit des Gehirns bis ins hohe Alter gesundzuhalten. Besonders spektakulär: Man kann der Demenz „davonlaufen“ – etwas unter 10.000 Schritte am Tag scheint die optimale „Bewegungsdosis“, die mit dem geringsten Demenz-Risiko verbunden ist. Doch das ist nur eine von vielen Maßnahmen.

Expertenhinweise aus Studien:

### Neue Erkenntnisse aus der Forschung zum Welt-Alzheimertag: Was Sie tun können, um Ihr Demenz-Risiko zu senken:

### Gewicht in Balance halten! Frauen sollten in der zweiten Lebenshälfte Frauen Übergewicht vermeiden, Männer Untergewicht

### Gesunde Ernährung: Mediterrane Kost schmeckt und schützt vor Alzheimer

### Blutdruckwerte im Normalbereich halten, Bluthochdruck behandeln

Weitere bekannte Risikofaktoren für eine Demenz sind Bildung, Abnahme der Hörfähigkeit, Rauchen, Diabetes mellitus, Depression und ein geringer sozialer Kontakt. „Alles in allem zeigt sich, dass wir mit einem gesunden Lebensstil nicht nur unseren Körper, sondern auch das Gehirn gesunderhalten können. Unsere Botschaft zum Welt-Alzheimertag lautet: Jeder hat es selbst in der Hand, sein Alzheimer-Risiko zu reduzieren, wir können etwas machen. Die Aussicht, bis ins hohe Alter geistig fit zu bleiben, sollte uns motivieren, gesund zu leben“, erklärt Prof. Dr. Frank Erbguth, Präsident der Deutschen Hirnstiftung, abschließend.

Veranstaltungshinweis:

„Die Aussicht, bis ins hohe Alter geistig fit zu bleiben, sollte uns motivieren, gesund zu leben“, erklärt Prof. Dr. Frank Erbguth, Präsident der Deutschen Hirnstiftung. Am 21.09.2022, 17:00 bis 19:00 Uhr, findet eine Online-Veranstaltung der Deutschen Hirnstiftung zum Thema „Was gibt es Neues in der Behandlung von Demenz und Alzheimer?“ statt, zu der Interessierte herzlich eingeladen sind. Die Teilnahme ist kostenlos.

Literatur:

[1] Marcum ZA, Cohen JB, Zhang C et al. Systolic Blood Pressure Intervention Trial (SPRINT) Research Group. Association of Antihypertensives That Stimulate vs Inhibit Types 2 and 4 Angiotensin II Receptors With Cognitive Impairment. JAMA Netw Open. 2022 Jan 4;5(1):e2145319. | doi: 10.1001/jamanetworkopen.2021.45319. PMID: 35089354; PMCID: PMC8800076.

Quellen: DAlzG, Deutsche Hirnstiftung

(map)
Zurück zur Startseite
Weitere Newsmeldungen
Zum Archiv

Quellen-URL (abgerufen am 14.07.2024 - 15:53): http://www.neuromedizin.de/International/Welt-Alzheimertag-am-21--September-2022.htm
Copyright © 2014 | http://www.neuromedizin.de ist ein Dienst der MedienCompany GmbH. | Medizin-Medienverlag | Amselweg 2, 83229 Aschau i. Chiemgau | Geschäftsführer: Beate Döring | Amtsgericht Traunstein | HRB 19711 | USt-IdNr.: DE 223237239