Social-Media-Empfehlungen für Ärzte
Facebook & Co. eröffnen niedergelassenen Ärzten neue Möglichkeiten des Praxismarketings ebenso wir für den Kontakt zu und die Betreuung von Patienten. Allerdings gilt es gerade für Mediziner, beim Einsatz dieser Kommunikationswege eine gewisse Vorsicht walten zu lassen. Deshalb hat der Telematikausschuss der Bundesärztekammer (BÄK) als Handreichung die Broschüre „Ärzte und sozialen Medien“ für Ärzte und Medizinstudenten erstellt. Das als PDF-Download auf der BÄK-Website kostenlos erhältliche Dokument soll Ärzte für die Besonderheiten der Online-Kommunikation sensibilisieren und Konflikten mit beruflichen und ethischen Standards vorbeugen. Anhand von zehn Fallbeispielen – teils basierend auf internationalen Fällen – werden mögliche Probleme hinsichtlich Datenschutz und ärztlicher Schweigepflicht aufgezeigt. Dazu gibt es Hinweise zur Anonymisierung von Informationen oder zum Verhalten bei Freundschaftsanfragen von Patienten. Ebenfalls ein Thema ist die Grenze zwischen zulässiger Gesundheitsaussage und unzulässiger Fernbehandlung – wobei das bestehende Verbot der Fernbehandlung gerade zur Diskussion steht.
(mmh/map)
Zurück zur Startseite
Weitere Newsmeldungen
    • Patient mit Neurasthenie erhält weiter Krankengeld trotz unpünktlicher weiterer Krankmeldung
      Wird an einem Tag aus organisatorischen Gründen von der Arztpraxis auf einen späteren Termin verwiesen, so kann die gesetzliche Krankenkasse die weitere Zahlung von Krankengeld nicht mit dem Argument verweigern, die Arbeitsunfähigkeit sei nicht lückenlos festgestellt worden. Nach Auffassung des Sena...
      Mehr
    • Begrenzte Haftung von Praxismitarbeitern bei grober Fahrlässigkeit
      Mit einer veröffentlichten Entscheidung (Az. 8 AZR 418/09) hat das Bundesarbeitsgericht in Erfurt die Haftung für von Mitarbeitern verursachte Schäden auch bei grober Fahrlässigkeit stark begrenzt. Im verhandelten Fall hatte eine Aushilfe in einer radiologischen Praxis die Notabschaltung eines MRT a...
      Mehr
    • Ärztliche Tätigkeiten in Corona-Impfzentren - Vorsicht vor Scheinselbständigkeit
      Der Bundesverband der Honorarärzte (BV-H) macht aktuell darauf aufmerksam, dass auch bei einer ärztlichen Tätigkeit für die Kassenärztlichen Vereinigungen (KV) oder öffentliche sowie freie Träger eines Corona-Impfzentrums die sog. "Scheinselbständigkeit" keineswegs ausgeschlossen ist. Das gilt auch ...
      Mehr
    • Arzt mit beschränkter Haftung
      Vor einem medizinischen Eingriff muss ein Arzt den betroffenen Patienten über die Maßnahme und ihre Risiken aufklären. Er ist jedoch nicht dazu verpflichtet zu prüfen, ob der Patient seine Erläuterungen verstanden hat, hat das Oberlandesgericht Koblenz entschieden (Az. 5 U 713/11). Im verhandelten F...
      Mehr
    • Vertragsarztsitze nicht blockierbar
      Wird eine Vertragsarztstelle frei, kann sie grundsätzlich besetzt werden, solange einsatzfähige Praxisräume vorhanden sind und damit eine Weiterbehandlung des Patientenstamms möglich ist. Diese Regelung gilt nach einem Urteil des Bundessozialgerichts (Az. B 6 KA 23/11 R) jedoch nicht,
      Mehr
    • Bundessozialgerichtsurteil - Kein Ermessen beim Regress
      Bei Regressforderungen wegen unzulässiger Arzneiverordnungen ist die Diagnose nicht relevant: Damit setzte der Vertragsarztsenat des Bundessozialgerichts (BSG) in einer aktuellen Entscheidung (Az. B 6 KA 2/13 R) einen Schlusspunkt unter einen längeren Streit zwischen AOK und Ärzten einer Gemeinschaf...
      Mehr
    • Arzt: Auskunft nur mit ausdrücklicher Erlaubnis
      Die ärztliche Schweigepflicht setzt Auskünften gegenüber Dritten enge Grenzen. In einem nun im Volltext vorliegenden Urteil (Az. 7 Sa 603/12) hat das Landesarbeitsgericht Düsseldorf diese Grenzen für bestimmte Bereiche aktuell präzisiert.
      Mehr
    • BGH entscheidet bei Aufklärungspflicht pro Ärzte
      Mit einem jetzt im Volltext vorliegenden Leiturteil (Az. VI ZR 143/13) hat der Bundesgerichtshof Ärzten im Hinblick auf die Aufklärungspflicht gegenüber Patienten den Rücken gestärkt. Die Karlsruher Richter entscheiden, dass im Streitfall die Angaben eines Arztes plausibler anzusehen sind als die se...
      Mehr
Zum Archiv

Quellen-URL (abgerufen am 24.09.2021 - 02:31): http://www.neuromedizin.de/Arztrecht/Social-Media-Empfehlungen-fuer-Aerzte.htm
Copyright © 2014 | http://www.neuromedizin.de ist ein Dienst der MedienCompany GmbH. | Medizin-Medienverlag | Amselweg 2, 83229 Aschau i. Chiemgau | Geschäftsführer: Beate Döring | Amtsgericht Traunstein | HRB 19711 | USt-IdNr.: DE 223237239