Neues tragbares Überwachungsgerät kann mit Fernüberwachung Dysphagie vorbeugen

Schlucken erfordert die präzise Koordination von mehr als 30 Muskelpaaren von Kopf und Nacken, sechs Paaren von Hirnnerven und ein komplexes Zusammenspiel im Gehirnstamm und anderen Gehirnbereichen. Jede Störung dieser Signalwege kann zu schweren Schluckstörungen führen. Allein in den USA sind jedes Jahr mehr als neun Mio. Erwachsene und über 500.000 Kinder betroffen.

Neues Gadget kurz vor der Marktreife

Wissenschaftler der Purdue University, West Lafayette, haben ein neues tragbares Überwachungsgerät zur Behandlung von Schluckstörungen entwickelt. Vorklinische Tests wurden bereits durchgeführt. Für die Vermarktung des kurz vor der Marktreife stehenden Gadgets hat das Forscherteam um Georgia A. Malandraki ein eigenes Unternehmen gegründet. Laut Malandraki sind derzeitige Geräte teuer, sie könnten nicht mit nach Hause genommen werden und sie stünden in vielen ländlichen Gegenden nicht zur Verfügung.

Kabellose Sendeeinheit übermittelt Daten

Das Gerät besteht aus einem auf der Haut anzubringenden Sensoraufkleber, der fest im Nackenbereich angebracht wird und mit einer kabellosen Sendeeinheit verbunden ist. Der Sticker misst und zeichnet die Muskelaktivität und Bewegungen auf, die mit dem Schlucken in Zusammenhang stehen. Diese Information wird kabellos über eine getrennte Einheit auf dem Oberteil des Trägers an eine Software übertragen, die sie für die spätere Analyse speichert. Der Sensoraufkleber ist beweglich und passt sich der Form des Nackens an. Die damit verbundene Einheit verfügt über elektronische und starre Bauteile. Die Sticker sind wegwerfbar und bestehen aus kostengünstigen Bestandteilen. Sie sind für eine zehnmalige Nutzung ausgerichtet. Die Forschungsergebnisse wurden aktuell in "Science Advances" veröffentlicht.

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(pte/map)
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Quellen-URL (abgerufen am 24.01.2020 - 02:30): http://www.neuromedizin.de/Wissenschaft/Neues-tragbares-Ueberwachungsgeraet-kann-mit-Fernueberwachun.htm
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