Charakteristisches Zytokin-Profil spielt wichtige Rolle in der Pathogenese der Alopecia areata und erkrankungsassoziierter Depressionen
Die CD8+ NKG2D+ T-Zellen sind nachweislich an der Pathogenese der Alopecia areata (AA) beteiligt, die spezifischen Mechanismen, die zu dem Haarverlust führen, sind allerdings bis heute noch nicht vollständig bekannt. Wissenschaftler der University of Glasgow und der University of Manchester sowie eines biotechnologischen Unternehmens in Schweden haben kürzlich eine Studie durchgeführt, um einen detaillierten Einblick in die mit der AA assoziierten systemischen Zytokin-Signatur zu erhalten und eine mögliche Assoziation zwischen den Zytokinen und erkrankungsassoziierten Depressionen zu ermitteln. Hierzu führten sie Multiplex-Analysen von Zytokinen im Plasma von Patienten mit einer Alopecia areata, einer Psoriasis-Arthritis (PsA) sowie von gesunden Kontrollpersonen durch und bestimmten bei allen Probanden die Inzidenz von Depressionen und Angsterkrankungen mittels der „Hospital Anxiety and Depression Scale“. Die Forscher fanden in ihren Analysen eine systemische entzündliche Signatur, die mit der AA assoziiert und durch erhöhte Spiegel der Interleukine IL-17A, IL-17F, IL-21 und IL-23 gekennzeichnet war. Dies wiederum ist, den Experten nach, ein Hinweis für eine Typ 17-Immunantwort. Zusätzlich waren im Falle der AA auch die Spiegel der zirkulierenden Typ 2-Zytokine IL-33, IL-31 und IL-17E/25 signifikant erhöht. Im Vergleich zur PsA bestand außerdem eine Assoziation zwischen der AA und höheren Spiegeln der Interleukine IL-17F, IL-17E und IL-23. Auf Basis dieser Erkenntnisse stellten die Wissenschaftler die Hypothese auf, dass es einen Zusammenhang zwischen den zirkulierenden entzündlichen Zytokinen und einem breiteren Spektrum an Komorbiditäten, die mit der AA assoziiert sind, geben könnte. Deshalb ermittelten sie bei den Patienten mit der Alopecia areata die psychiatrischen Komorbiditäten und stellten fest, dass 18 % von ihnen Symptome von Depressionen und 51 % von Angsterkrankungen aufwiesen. Lineare Regressionsanalysen ergaben dann, dass die Spiegel von IL-22 und IL-17E positiv und signifikant mit Depressionen assoziiert waren. In dieser Studie konnte den Autoren zufolge gezeigt werden, dass bei Patienten mit einer Alopecia areata die beiden Zytokin-Typen 17 und 2 verändert sind, welches wiederum auf ein komplexes systemisches Zytokin-Profil hindeutet und seinerseits ein wichtige Rolle sowohl in der Pathogenese der Alopecia areata als auch erkrankungsassoziierten Depressionen spielt.
(drs)
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Quellen-URL (abgerufen am 10.12.2019 - 20:30): http://www.neuromedizin.de/Weiteres/Charakteristisches-Zytokin-Profil-spielt-wichtige-Rolle-in-d.htm
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