Assoziation zwischen Migräne und Psoriasis?
Zwischen der Psoriasis und der Migräne gibt es aufgrund gemeinsamer pathogenetischer Mechanismen möglichweise einen Zusammenhang. Hierauf zumindest deuten die Ergebnisse einer Studie der University G. d'Annunzio in Chieti, Italien, hin. 68 Patienten mit Psoriasis wurden gebeten, einen 9 Fragen umfassenden Fragebogen, der auf Basis der diagnostischen Migräne-Kriterien der International Headache Society (IHS) erstellt wurde, zu beantworten. Im Falle eine Migräne mit Aura ermittelten die Forscher die durchschnittliche Anzahl an Migräne-Attacken pro Monat. Die Daten der Psoriasis-Patienten wurden dann mit denjenigen einer Gruppe von 235 Psoriasis-freien Migräne-Patienten (mit und ohne Aura) verglichen. Die Analysen ergaben, dass bei 32 der 68 Patienten mit Psoriasis die klinische Diagnose einer Migräne vorlag, und zwar bei Frauen mit einer deutlich höheren Prävalenz als bei Männern (87,5 % versus 12,5 %). Außerdem zeigte sich, dass die Prävalenz einer Migräne mit Aura höher war als die der Migräne ohne Aura (62,5 % versus 37,5 %). Beim Vergleich der Prävalenz der Migräne mit Aura zwischen den Patienten mit Psoriasis plus Migräne und der Kontrollgruppe konnten die Forscher ebenfalls einen statistisch signifikanten Unterscheid feststellen, und auch die Anzahl der mit einer Aura assoziierten Migräne-Attacken war in der Psoriasis-Gruppe höher als in der Gruppe der Psoriasis-freien Patienten mit einer Migräne mit Aura. Den Experten zufolge sollten weitere Studien zum Thema durchgeführt werden, um festzustellen, ob und welche Rolle diese Untersuchungsergebnisse bei der Entwicklung kardiovaskulärer Erkrankungen spielen könnten.
(drs)
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