Verbesserung der Honorare für Praxisärzte dringend notwendig

Immer weniger Haus- und Fachärzte wollen in eigener Praxis arbeiten. Für die Freie Ärzteschaft e. V. (FÄ) ist die derzeitige Lage in der ambulanten Medizin dafür mitverantwortlich. Während ärztliche Honorare stagnieren, haben die niedergelassenen Ärzte mit steigenden Kosten für Personal und Betriebskosten zu kämpfen. FÄ-Bundesvorsitzender Wieland Dietrich fordert deshalb eine Aufhebung der Budgetierung in der Gesetzlichen Krankenversicherung und eine Aufwertung der Gebührenordnung für Ärzte (GOÄ).

Kritisch sieht Wieland Dietrich, dass in der privaten Gebührenordnung GOÄ seit 1996 die Honorare nicht mehr angefasst worden sind. Die Honorare seien daher aufgrund der Inflation nur noch halb so viel wert wie vor 25 Jahren. „Dass Ärztinnen und Ärzte weiter für die gleichen Honorare wie 1996 arbeiten sollen, zeigt die mangelnde Wertschätzung unseres freien Berufs. Dies wird keiner anderen Berufsgruppe zugemutet!“, so der Bundesvorsitzende.

Grotesk empfindet der FÄ-Chef zudem, dass Unsummen z. B. in Gesundheits-Apps gesteckt werden, anstatt in die reale Behandlung von Patienten. „Bei manchen Apps kosten 90 Tage Nutzung mehr als ganze zwölf Monate Haus- oder Facharztbehandlung“, berichtet Dietrich. Er sieht deshalb auch die kommende Bundesregierung in der Pflicht, die Rahmenbedingungen für niedergelassene Ärzte zu verbessern.

Freie Ärzteschaft e.V.

Die Freie Ärzteschaft e. V. (FÄ) ist ein Verband, der den Arztberuf als freien Beruf vertritt. Er wurde 2004 gegründet und zählt heute mehr als 2.000 Mitglieder: vorwiegend niedergelassene Haus- und Fachärzte sowie verschiedene Ärztenetze. 

Quelle: PI FÄ, 29.10.2021

(bd)
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Quellen-URL (abgerufen am 19.08.2022 - 13:53): http://www.neuromedizin.de/Verbaende/Verbesserung-der-Honorare-fuer-Praxisaerzte-dringend-notwend.htm
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