G-BA-Nutzenbewertung: Kein Zusatznutzen für Siponimod feststellbar

Nach einer Presseinformation von Novartis Pharma GmbH vom 21. August 2020 wurde vom Gemeinsamen Bundesausschuss (G-BA) kein Zusatznutzen für das Medikament Mayzent® (Siponimod), das zur Behandlung der aktiven sekundär progredienten Multiplen Sklerose (SPMS) eingesetzt wird, gegenüber den zweckmäßigen Vergleichstherapien festgestellt. Siponimod ist seit Januar 2020 in der Europäischen Union (EU) zur Behandlung von SPMS zugelassen.

„Wir bedauern sehr, dass der G-BA diesen Mehrwert für Patienten mit aktiver SPMS nicht anerkannt hat. Siponimod ist die erste orale Therapie spezifisch zur Behandlung der aktiven SPMS. Die vorgelegten Studiendaten zeigen, dass Patienten bei einer Behandlung mit dem S1P-Rezeptorblocker von einer signifikanten Verzögerung der Behinderungsprogression profitieren können“, sagte Dr. André Schmidt, Medizinischer Direktor Novartis Pharma, Nürnberg.

Die EU-Zulassung von Siponimod basiert auf den Daten der doppelblinden, Placebo-kontrollierten Phase-III-Studie EXPAND. EXPAND ist die einzige Studie, die mit einer spezifischen SPMS-Patientenpopulation (1.651 Teilnehmer) durchgeführt wurde. Die Ergebnisse zeigten, dass Siponimod das Risiko einer nach 3 Monaten bestätigten Behinderungsprogression im Vergleich zu Placebo signifikant reduzierte. Seit dem 17. Februar 2020 ist das Medikament auf dem deutschen Markt als erste orale, spezifisch zur Therapie der aktiven SPMS zugelassene Medikation verfügbar.

Quelle: PI Novartis Pharma GmbH 

(bd)
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Quellen-URL (abgerufen am 24.09.2020 - 23:14): http://www.neuromedizin.de/Pharmaunternehmen/G-BA-Nutzenbewertung--Kein-Zusatznutzen-fuer-Siponimod-fests.htm
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