Der Einkauf billiger Medizinprodukte kann für Krankenhäuser teuer werden. Bringen die Häuser ein minderwertiges Produkt in den Verkehr drohen im Schadensfall wegen Unterlassung juristische Konsequenzen. Hundert Kartons Einwegspritzen, ein paar Dutzend Körbe OP-Besteck - wer sich den Einkauf im Krankenhaus wie den Wochenendeinkauf einer Großfamilie nur ein paar Nummern größer vorstellt, irrt gewaltig. Der Einkauf von Medizinprodukten ist für Krankenhäuser mittlerweile ein komplexes und riskantes Geschäft geworden. Dies wurde auch auf einem „Symposium für das Krankenhausmanagement“ der PEG-DIE AKADEMIE in München deutlich. „Das Patientenrechtegesetz setzt den Einkauf in den Krankenhäusern unter enormen Druck“, so Professor Dr. Dr. Wilfried von Eiff, Institutsleiter des Centrums für Krankenhausmanagement in Münster. Denn wenn ein Medizinprodukt gesundheitliche Schäden am Patienten verursacht, kann der Einkäufer wegen Unterlassung strafrechtlich verfolgt werden. Denn er ist dafür verantwortlich, das richtige Produkt in den Verkehr zu bringen. Durch das vor einem Jahr in Kraft getretene Patientenrechtegesetz liegt die Beweislast inzwischen bei den Krankenhäusern. Anton J. Schmidt, Vorstandsvorsitzender der P.E.G. Einkaufs- und Betriebsgenossenschaft: „Die Anforderungen an das Beschaffungsmanagement sind spürbar gestiegen. Heute müssen Einkäufer die Produktfunktionalitäten und -qualitäten unterschiedlichster Produktgattungen kennen. Unsichere Produkte werden zum Betriebsrisiko.“ (Quelle: peg/gesundheit-adhoc)
Wirtschaft & Politik | Medizin-Produkte | Recht |
Krankenhauseinkauf: Unsichere Medizinprodukte werden zum Betriebsrisiko
(map)
Zurück zur StartseiteWeitere Newsmeldungen
- Wirtschaft & Politik | Medizin-ProdukteGKV-Bericht bestätigt wachsenden Mehrwert von DiGADie Vorstandsvorsitzende Stefanie Stoff-Ahnis des GKV-Spitzenverbandes hat anlässlich der Vorstellung des jährlichen Berichts zu Digitalen Gesundheitsanwendungen (DiGA) den Nutzen für die Patientinnen und Patienten bestätigt. Der GKV-Spitzenverband und Pharma Deutschland sind sich einig, dass Digita...Mehr
- Wirtschaft & Politik | Medizin-ProdukteDigitale Übungstherapie zeigt hohe Wirksamkeit bei vestibulärem SchwindelSchwindel gehört zu den häufigsten Gründen für Arztbesuche. Schätzungen zufolge erleben etwa ein Viertel der Menschen im Laufe ihres Lebens eine Form von Schwindel. Bei einem Teil der Betroffenen liegt sogenannter vestibulärer Schwindel vor. Eine digitale Übungstherapie kann die Symptome bei vestibu...Mehr
- Wirtschaft & Politik | Medizin-ProdukteNutzenbewertung von Donanemab bei früher Alzheimer-Krankheit: Zentrale Fragen noch nicht geklärtDonanemab ist der zweite in der EU zugelassene monoklonale Antikörper gegen die frühe Alzheimer-Krankheit. Wie Lecanemab soll der Wirkstoff das Fortschreiten der Erkrankung verlangsamen. Donanemab ist seit 1. November 2025 in Deutschland erhältlich, Lecanemab seit 1. September 2025. In einer Nutzenb...Mehr
- Wirtschaft & Politik | Medizin-ProdukteJetzt doch Zusatznutzen von Trastuzumab deruxtecan bei MagenkarzinomDas Antikörper-Wirkstoff-Konjugat Trastzumab deruxtecan ist für mehrere Anwendungsgebiete zugelassen und wird zur Behandlung verschiedener Tumoren, etwa in Brust oder Lunge, eingesetzt. In einer frühen Nutzenbewertung hat das Institut für Qualität und Wirtschaftlichkeit im Gesundheitswesen (IQWiG) j...Mehr
- Wirtschaft & Politik | Medizin-ProdukteScreening-Instrument zur Früherkennung der Alzheimer-KrankheitDas Screening-Instrument NeuroMex ist das weltweit erste zertifizierte und klinisch validierte Medizinprodukt zur Früherkennung der Alzheimer-Krankheit auf Basis der Erfassung motorischer Reaktionsfähigkeit. Gemeinsam mit der saniva diagnostics GmbH hat die Xlife Sciences AG (SIX: XLS) einen bedeute...Mehr
- Wirtschaft & Politik | Medizin-ProduktePetition zur Verhinderung der geplanten Änderungen am Cannabisgesetz von mehr 57.000 Menschen unterzeichnetDie Initiative "MedCanG" fordert das Bundesgesundheits-Ministerium auf, die geplanten Änderungen am Cannabisgesetz zurückzuziehen. Durch die geplanten Änderungen am Cannabisgesetz wird die medizinische Versorgung von Hunderttausenden Patientinnen und Patienten in Deutschland gefährdet, so die Initia...Mehr
- Wirtschaft & Politik | Medizin-ProdukteIn der Schweiz zugelassen: Eflornithin für Kinder mit Hochrisiko-Neuroblastom (HRNB)Das Hochrisiko-Neuroblastom (HRNB) ist eine seltene, aber aggressive Form von Krebs, die vor allem Kinder betrifft und meist in den ersten fünf Lebensjahren auftritt. Weltweit sind jährlich etwa 10,2 Kinder unter 15 Jahren vom Neuroblastom betroffen, wobei etwa 50 % der Fälle zum Zeitpunkt der Diagn...Mehr
- Wirtschaft & Politik | Medizin-ProdukteAnträge zur Aufnahme von Medizin-Produkten können von Herstellern über ein neues Onlineportal gestellt werdenAnträge zur Aufnahme ihrer Produkte in die Anlage V der Arzneimittel-Richtlinie des Gemeinsamen Bundesausschusses (G-BA) können Hersteller von Medizinprodukten ab sofort alternativ zum Postweg auch online über das sogenannte AM-RL-Portal stellen.Mehr
Quellen-URL (abgerufen am 21.05.2026 - 06:32): http://www.neuromedizin.de/Medizin-Produkte/Krankenhauseinkauf--Unsichere-Medizinprodukte-werden-zum-Bet.htm
Copyright © 2014 | http://www.neuromedizin.de ist ein Dienst der MedienCompany GmbH. | Medizin-Medienverlag | Amselweg 2, 83229 Aschau i. Chiemgau | Geschäftsführer: Beate Döring | Amtsgericht Traunstein | HRB 19711 | USt-IdNr.: DE 223237239










