NEURONEXXT: Karriereplattform und Netzwerk für Frauen in den Neurowissenschaften

„Frauen sind in vielen Bereichen der Wissenschaft immer noch unterrepräsentiert, so auch in den Neurowissenschaften“, sagte die Gründerin der Plattform Prof. Dr. Denise Manahan-Vaughan bei der Auftaktveranstaltung des NEURONExxT-Netzwerk 2019 in Bochum. An der Ruhr-Universität Bochum (RUB) ist damals das weltweite Netzwerk für Forscherinnen in der Neurowissenschaft gestartet. Die digitale Plattform „Neuronexxt – Network for Women in Neuroscience“ will Frauen in diesem Forschungsbereich sichtbarer machen und soll als Tool bei der Suche nach Expertinnen für neurowissenschaftliche Themen dienen, erklärt Manahan-Vaughan. „Je weiter man die wissenschaftliche Karriereleiter emporschaut, desto geringer wird der Anteil der Stellen, die mit Frauen besetzt sind.“ Schuld daran sei unter anderem die geringe Sichtbarkeit der Forscherinnen.

Karriereportal für Frauen will Gleichstellungsmaßnahmen fördern

Neuronexxt richtet sich an Frauen in allen Phasen ihrer Karriere: Von Postdoktorandinnen bis zu erfahrenen Wissenschaftlerinnen können alle ihre Qualifikationen, Kompetenzen und Forschungsschwerpunkte in dem System präsentieren. Wer zum Beispiel eine Professur oder eine andere Stelle zu besetzen hat, eine Kooperationspartnerin beziehungsweise eine Sprecherin für eine Konferenz sucht oder lediglich Fachkolleginnen kennerlernen möchte, kann das Netzwerk zur Recherche nutzen. „Mithilfe von Neuronexxt möchten wir Gleichstellungsmaßnahmen fördern und Forscherinnen dabei unterstützen, auf das höchste wissenschaftliche Niveau zu gelangen“, resümiert Dr. Sabine Dannenberg, Koordinatorin des SFB 874, die Neuronexxt von Anfang an mitgestaltet hat.

Förderung

Die Deutsche Forschungsgemeinschaft fördert den SFB 874 „Integration und Repräsentation sensorischer Prozesse“ seit 2010 an der RUB. Die Forscherinnen und Forscher im SFB beschäftigen sich mit der Frage, wie sensorische Signale neuronale Karten generieren und wie daraus komplexes Verhalten und Gedächtnisbildung resultieren. Der Aufbau von Neuronexxt wurde mit Gleichstellungsmitteln der RUB finanziert.

(map)
Zurück zur Startseite
Weitere Newsmeldungen
    • Verbesserte Teilzeitregelungen in der Ausbildung
      Der Begriff "New Work" beschreibt den strukturellen Wandel in der Arbeitswelt. Durch die Veränderung der Werte der Jugendlichen und jungen Erwachsenen bei der Berufswahl müssen auch die bestehenden Arbeits- und Ausbildungsmodelle neu überdacht werden.
      Mehr
    • Lange Arbeitszeiten können die Psyche beeinflussen
      Assistenzärzte, die 90 Stunden und mehr pro Woche arbeiten, haben ein höheres Depressionsrisiko als Personen mit einer 40 bis 45 Stunden Arbeitswoche. Die Wissenschaftler konnten einen Dosis-Wirkungseffekt zwischen den gearbeiteten Stunden und den Depressionssymptomen nachweisen.
      Mehr
    • Was bedeutet eigentlich eine gesunde Pause bei täglicher Arbeit?
      „Termindruck, lange To-Do-Listen, schnelle Veränderungen in der täglichen Arbeit und zunehmende Arbeitsanforderungen: Pausen zu machen, klingt in diesem Kontext fast wie ein Luxus. Doch dabei erhalten regelmäßige Pausen die Gesundheit und fördern die Leistungsfähigkeit. Grund genug also für eine ges...
      Mehr
    • Neuer Tarifabschluss für Klinikärzte steht. 3,35 Prozent mehr Lohn und mehr Urlaubstage
      Nach langen Verhandlungen haben sich die Verhandlungskommissionen des Marburger Bundes (MB) und der Vereinigung der kommunalen Arbeitgeberverbände (VKA) auf einen Tarifabschluss geeinigt. Der neue Tarifvertrag sieht eine Reihe von Verbesserungen bei den Arbeitsbedingungen vor, unter anderem zusätzli...
      Mehr
    • Wertvolle Bewerbungstipps zum Einstellungsgespräch
      Wenn ein Vorstellungsgespräch vereinbart ist, bereiten sich Bewerber auf gängige Fragen von Personalleitern vor und legen sich passende Antworten zurecht. Mit Nachfragen die sich intensiv mit einem Jobangebot befasst und großes Interesse erkennen, kann man weitere Fragen wie z.B."Welche beruflichen ...
      Mehr
    • Karriereforschung: Frauen bevorzugen Wettbewerb in kleineren Bewerbungsgruppen
      Amerikanischen Forschern zufolge nehmen Frauen unabhängig vom Kontext eher an kleineren Wettbewerben mit geringerem Konkurrenzdruck teil. Das können etwa Preisrätsel mit weniger Teilnehmern sein oder Stellenausschreibungen mit weniger Rivalen. Doch sind mehr Konkurrenten bei Wettbewerben vielfach
      Mehr
Zum Archiv

Quellen-URL (abgerufen am 01.06.2023 - 00:31): http://www.neuromedizin.de/Job-News/NEURONEXXT--Karriereplattform-und-Netzwerk-fuer-Frauen-in-de.htm
Copyright © 2014 | http://www.neuromedizin.de ist ein Dienst der MedienCompany GmbH. | Medizin-Medienverlag | Amselweg 2, 83229 Aschau i. Chiemgau | Geschäftsführer: Beate Döring | Amtsgericht Traunstein | HRB 19711 | USt-IdNr.: DE 223237239