Erhöhtes Frakturrisiko durch intravenöse Bisphosphonat-Therapie bei Kindern mit Osteogenesis imperfecta?
Die Osteogenesis imperfecta (OI) oder Glasknochenkrankheit ist eine überwiegend autosomal-dominant vererbte Erkrankung, die u. a. mit erhöhter Knochenbrüchigkeit einhergeht. In den meisten Fällen sind die Ursachen Mutationen in den Genen COL1A1 und COL1A2. Wissenschaftler der University Health Network/University of Toronto, Ontorio, Kanada, berichten in einem Beitrag des „Journal of Pediatric Orthopaedics“ von 6 Kindern mit einer Osteogenesis imperfecta, die unter einer zyklischen Langzeittherapie mit dem Bisphosphonat Pamidronat standen und sich mit einer eher ungewöhnlichen Stressfraktur des Femur vorstellten. Alle Knochenbrüche traten ohne vorangehendes Trauma oder Minimaltrauma auf und waren in den subtrochanterischen oder diaphysealen Regionen des Femur über einer bereits vorhandenen Marknagelung lokalisiert. Den Autoren zufolge wiesen alle Frakturen ähnliche Merkmale auf, wie sie auch bei erwachsenen Patienten unter einer Bisphosphonat-Therapie im Rahmen von minimalen atypischen Femur-Frakturen zu finden sind. Angesichts dieser Fälle kommen Bedenken bezüglich der Rolle einer dauerhaften Knochenumbau-Suppressionstherapie sowie der zunehmenden Mikrozerstörung und damit des erhöhten Risikos für Knochenbrüchigkeit bei Kindern mit einer Osteogenesis imperfecta auf, so die Warnung der Wissenschaftler.
(drs/map)
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Quellen-URL (abgerufen am 19.09.2019 - 20:45): http://www.neuromedizin.de/neuro-orthopaedie/Erhoehtes-Frakturrisiko-durch-intravenoese-Bisphosphonat-The.htm
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