US-Studie: Nicht-invasive Stimulation lindert Schizophrenie-Symptome

Es gibt aktuell zwar antipsychotische Medikamente gegen Symptome wie Halluzinationen oder Wahnvorstellungen. Für diese sogenannten negativen Symptome gibt es jedoch noch keine Therapie. Sie führen zu einem Verlust normaler Funktionen, wie der Unfähigkeit, Freude zu empfinden, einem Mangel an Motivation und Schwierigkeiten mit nonverbaler Kommunikation. Diese Symptome können erhebliche Folgen auf Jobaussichten, Wohnsituation, Beziehungen und die gesamte Lebensqualität haben.

US-amerikanische Wissenschaftler des Beth Israel Deaconess Medical Center, Boston, haben erstmals bildgebende Daten zur Erforschung der anatomischen Ursachen der negativen Symptome einer Schizophrenie genutzt. Danach wurde in einem nächsten Schritt zur Linderung der Schizophrenie-Symptome eine nicht-invasive Hirnstimulation eingesetzt. Die Forschungsergebnisse wurden aktuell im "American Journal of Psychiatry" publiziert. Das Team um Forschungsleiter Roscoe Brady hat in der Studie nachgewiesen, dass diese Symptome durch einen Ausfall in einem Netzwerk zwischen dem präfrontalen Kortex und dem Kleinhirn entstehen. Im ersten Teil dieser Studie analysierten die Forscher fMRI-Scans der Gehirne von 44 Schizophrenie-Patienten. Ein Ausfall der neuronalen Konnektivität zwischen präfrontalem Kortex und Kleinhirn steht mit einer größeren Schwere der Symptome in Zusammenhang. Laut dem korrespondierenden Autor Mark Halko sollte im zweiten Teil ermittelt werden, ob sich die Symptome mittels nicht-invasiver Hirnstimulation lindern lassen. "Die Antwort ist ein eindeutiges Ja", so Halko. Bei einem Teil der Teilnehmer wurde an fünf aufeinanderfolgenden Tagen zwei Mal am Tag mit einem Abstand von vier Stunden eine Behandlung durchgeführt.

Fazit der Studienautoren:

Mit einem neuen Verfahren zur nicht-invasiven Hirnstimulation konnte die Funktion dieses Netzwerks wieder hergestellt werden. Dadurch verbesserten sich die am meisten beeinträchtigenden Patienten bei einer Behandlung von bisher resistenten Symptomen.

(pte/map)
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Quellen-URL (abgerufen am 24.02.2019 - 06:22): http://www.neuromedizin.de/Psychiatrie/US-Studie--Nicht-invasive-Stimulation-lindert-Schizophrenie-.htm
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