Software-Innovation für Menschen mit Behinderung

Das Berliner Ingenieurbüro DIPAX e.K. hat eine Software entwickelt, mit der können Menschen mit Behinderung einen Computer nur mit Kopfbewegungen und Gesichtsmimiken bedienen. Besonders gut geeignet ist das Produkt „DIPAX® HeadMouse3D“ nach Angaben des Unternehmens deshalb für Anwender, denen aufgrund ihrer Behinderung das Arbeiten mit Maus und Tastatur schwer fällt, trotzdem aber nicht auf die Nutzung eines Computers verzichten wollen.

Der Mauszeiger, wird den Entwicklern zu Folge mit Hilfe von Kopfbewegungen über den Bildschirm bewegt. Sollten dem Anwender Kopfbewegungen nicht möglich sein, genügt es auch, den Mauszeiger mit alternativen Gesichtsgesten (z. B. Unterkiefer- oder Lippenbewegung) an die gewünschte Position zu bringen. Zusätzlich kann diese Kopfsteuerung auch als Joystick für die meisten Computerspiele verwendet werden. Das System erkennt über 30 unterschiedliche Gesten.

Das besondere an der neuen Mimik- und Kopfsteuerung ist eine 3D Kamera. Es ist keine zusätzliche Software mehr notwendig, um bestimmte Aktionen, wie z. B. einen Doppelklick oder Tastenkombinationen auszuführen. Durch die zusätzlich zur Verfügung stehenden Tiefeninformationen der 3D Kamera ist außerdem eine sehr viel höhere Genauigkeit und eine weitaus größere Bewegungsfreiheit für den Anwender gegeben, als bei herkömmlichen Systemen mit Reflektorpunkt oder Webcam.

Die Möglichkeiten von DIPAX HeadMouse3D sind vielseitig: ob Steuerung von Windows®, eines Kommunikators, einer Umfeldkontrolle von Computerspielen: einzelnen Befehlen oder Geräten wird einfach eine Geste zugeordnet. So können auch Menschen mit hohen Querschnittslähmungen oder progressiven Erkrankungen wie ALS oder Multipler Sklerose wieder ein Stück mehr Unabhängigkeit gewinnen.

Die Experten-Jury der Initiative Mittelstand prämierte im Bereich Innovationspreis-IT das Softwareprodukt HeadMouse3D mit dem Prädikat BEST OF 2015.

Quelle: openPR/nach Unternehmensangaben

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