Neuer Therapieansatz: Protonenbestrahlung in Kombination mit Goldnanopartikel bei Tumoren

Es gibt bereits Hinweise, dass Goldnanopartikel die Strahlungwirkung verstärken. Durch die gezielt verstärkte Strahlung könnte gesundes Gewebe geschont werden. In einem Forschungsprojekt soll nun ein neuer Therapieansatz (SYNGOPRO) entwickelt werden, bei dem die Protonenbestrahlung mit örtlich verabreichten Goldnanopartikeln kombiniert wird. Ziel ist es, Kinder mit Hirntumoren künftig besser behandeln zu können. Dr. Stephan Tippelt, Oberarzt der Kinderklinik III am Universitätsklinikum Essen, und spezialisiert auf Hirntumoren betont: „Wir wollen herausfinden, ob und in welchem Maße die Partikel die Bestrahlungswirkung intensivieren“. Kommt man langfristig eventuell mit weniger Strahlung aus, wäre das für die Kinder verträglicher, und wenn die Strahlentherapie dank entsprechender Nanopartikel geringere Dosen benötigt, lassen sich mögliche Spätfolgen aus der Bestrahlung vermeiden und die Lebensqualität der jungen Patienten steigt.

Das Projekt ist ein wichtiger Schritt, um neue Forschungsergebnisse möglichst zügig in den Klinikalltag zu überführen. Möglich wird dies durch die besondere Expertise in allen relevanten Disziplinen, wie pädiatrische Neuroonkologie, Neurochirurgie, Neuropathologie sowie der Strahlen-/Protonentherapie am Universitätsklinikum Essen und die enge Zusammenarbeit mit den wissenschaftlichen Partnern an der UDE. Projektleiterin ist Prof. Dr. Beate Timmermann, Direktorin der Klinik für Partikeltherapie in der Medizinischen Fakultät der Universität Duisburg-Essen (UDE) und ärztliche Leiterin des Westdeutschen Protonentherapiezentrums (WPE) des Universitätsklinikums Essen.

Für das Vorhaben erhält das Forschungskonsortium 810.000 Euro aus dem Leitmarktwettbewerb "LifeSciences.NRW", gefördert aus Mitteln des Europäischen Fonds für regionale Entwicklung (EFRE).

(bd)
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Quellen-URL (abgerufen am 19.09.2019 - 21:32): http://www.neuromedizin.de/Neuropaediatrie/Neuer-Therapieansatz--Protonenbestrahlung-in-Kombination-mit.htm
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