Erhöhtes Risiko für muskuloskeletale Schmerzen bei männlichen Parkinson-Patienten im mittleren Lebensalter
Patienten mit Morbus Parkinson haben ein erhöhtes Risiko für muskuloskeletale Schmerzen. Hiervon besonders betroffen scheinen allerdings Männer im mittleren Lebensalter zu sein. Zu diesem Ergebnis kommen Wissenschaftler Kaohsiung Veterans General Hospitals in Pingtung und der National Cheng Kung University in Tainan, Taiwan, in einer retrospektiven Studie mit 490 Patienten im Alter von 50 Jahren oder darüber, bei denen im Zeitraum zwischen 2000 und 2005 die Erstdiagnose eines Morbus Parkinson gestellt worden war, sowie 1.960 gesunde Kontroll-Personen. 199 der 490 Parkinson-Patienten entwickelten den Autoren zufolge nach der Diagnose der Erkrankung muskuloskeletale Schmerzen. Alle Studienteilnehmer wurden bis Ende 2007 nachbeobachtet. Die Analysen der Forscher ergaben, dass die Inzidenz für muskuloskeletale Schmerzen in der Parkinson-Gruppe höher war als in der Kontrollgruppe (adjustierte Hazard Ratio 1,31, 95 % Konfidenzintervall 1.09 bis 1.58). Dabei war zwar das Risiko für die Schmerzen unabhängig vom Geschlecht der Patienten und in jeder Altersgruppe erhöht, aber auffallend groß bei männlichen Parkinson-Patienten im mittleren Lebensalter. Nach Meinung der Wissenschaftler sollte auch bei jüngeren Patienten mit Morbus Parkinson intensiver auf mögliche muskuloskeletale Schmerzen geachtet und eine frühe Intervention in Betracht gezogen werden.
(drs)
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Quellen-URL (abgerufen am 18.11.2017 - 02:03): http://www.neuromedizin.de/Neurologie/Erhoehtes-Risiko-fuer-muskuloskeletale-Schmerzen-bei-maennli.htm
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