Assoziation zwischen Schweregrad eines Restless Legs-Syndroms und der Lebensqualität von Patienten mit Multipler Sklerose
Das Restless Legs-Syndrom (RLS) kann bei Patienten mit Multipler Sklerose (MS) zu einer Exazerbation von Symptomen und Folgen der MS führen. Eine Verschlechterung der RLS-Symptomatik ist meist mit einer zunehmend verringerten Lebensqualität der MS-Patienten assoziiert, welches vor allem auf eine Fatigue sowie auf Depressionen und Angstsymptome zurückzuführen ist. Zu diesem Ergebnis kommen Wissenschaftler der University of Alabama at Birmingham, der University of Michigan, Ann Arbor und der Vanderbilt University, Nashville, USA sowie der Universidade Federal do Triângulo Mineiro, Bairro Tutunas, Brasilien, in einer Studie mit 275 MS-Patienten. Alle Studienteilnehmer wurden mittels des „Cambridge-Hopkins Restless Legs Syndrome Questionnaire“, der „International Restless Legs Syndrome Study Group Scale“, der „Multiple Sclerosis Impact Scale“, des „Pittsburgh Sleep Quality Index“, der „Fatigue Severity Scale“, der „Hospital Anxiety and Depression Scale“ und des „Patient Determined Disease Steps“ untersucht. Es zeigte sich, dass 74 der MS-Patienten (26,9 %) auch unter einem RLS litten. Diese Gruppe (MS + RLS-Gruppe) berichtete über eine schlechtere physische und psychische gesundheitsassoziierte Lebensqualität (HRQOL = health-related quality of life), eine ausgeprägtere Fatigue und stärkere Angstsymptome als die Gruppe der MS-Patienten ohne RLS. Innerhalb der MS + RLS-Gruppe war außerdem der Schweregrad des RLS mit der physischen und psychischen HRQOL, der Schlafqualität, der subjektiv empfundenen Fatigue, den Depressionen und der Angst assoziiert. Der Zusammenhang zwischen dem RLS-Schweregrad und verschiedenen Bereichen der HRQOL stellte sich nach Bilanzierung von Fatigue, Depressionen und /oder Angstsymptomen allerdings etwas schwächer dar. Eine Verschlechterung der RLS-Symptomatik ist bei Patienten mit einer Multiplen Sklerose mit einer Verringerung der Lebensqualität assoziiert, welches insbesondere seine Ursache in einer Fatigue sowie dem Auftreten von Depressionen und Angstsymptomen hat, so die Autoren.
(drs)
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Quellen-URL (abgerufen am 20.07.2019 - 06:58): http://www.neuromedizin.de/Neurologie/Assoziation-zwischen-Schweregrad-eines-Restless-Legs-Syndrom.htm
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