Zervikokraniale Magnetresonanz-Angiographie bei Patienten mit zerebrovaskulärer Erkrankung: Gadobutrol besser als Gadoterat?
Wissenschaftler der Abteilung für Neuroradiologie der Universitätsklinik Erlangen und des Department of Radiology, University of Manitoba, Kanada, haben kürzlich im Rahmen einer Studie bei Patienten mit einer zerebrovaskulären Erkrankung (CVD) intraindividuell die quantitativen und qualitativen Enhancement-Merkmale des Kontrastmittels Gadobutrol (GB) mit denen von Gadoterat (GT) in der zervikokranialen Magnetresonanz-Angiographie (MRA = magnetic resonance angiography) verglichen. Hierzu führten sie bei 54 CVD-Patienten jeweils 2 identische Kontrastmittel-verstärkte MRAs (CE-MRA = contrast-enhanced magnetic resonance angiography) der zervikalen und intrakranialen Gefäße durch, und zwar unter randomisierten Bedingungen ein Mal mit GB und das andere Mal mit GT in äquimolarer Dosis. Das Signal-Rausch-Verhältnis (SNR = Signal-to-noise ratio) und das Kontrast-Rausch-Verhältnis (CNR= contrast-to-noise ratio) wurden von 2 voneinander unabhängigen Neuroradiologen, die bezüglich des verwendeten Kontrastmittels verblindet waren, ermittelt. Das qualitative Assessment erfolgte anhand einer 3-Punkte-Skala mit dem Schwerpunkt auf die M1/M2-Segmente. Insgesamt wurden 1.026 Gefäß-Segmente analysiert. Es zeigte sich, dass durch GB in allen Gefäßabschnitten ein deutlich höheres SNR und auch höheres CNR erreicht wurde als durch GT. Insbesondere führte das Kontrastmittel GB zu einem signifikant höheren SNR und CNR sowohl in den thorakalen und zervikalen Gefäßen als auch in der posterioren Zirkulation. Nicht zuletzt konnten die Forscher beobachten, dass GB zu einer besseren Abgrenzung der M1/M2-Segmente führte. Im Vergleich zu Gadoterat resultiert der Einsatz des Kontrastmittels Gadobutrol in der zervikalen und zerebralen Kontrastmittel-verstärkte MRA in einer signifikant höheren SNR und CNR, welches eine bessere Abgrenzung der intrakranialen Gefäße bewirkt, so die Wissenschaftler. Den Autoren zufolge zeigen die Ergebnisse dieser Studie, welch hohes Potential Gadobutrol für eine verbesserte CE-MRS-Untersuchung des Gefäßsystems bei Patienten mit kardiovaskulären Erkrankungen hat.
(drs)
Zurück zur Startseite
Weitere Newsmeldungen
Zum Archiv

Quellen-URL (abgerufen am 18.01.2018 - 10:44): http://www.neuromedizin.de/Neuro-Radiologie/Zervikokraniale-Magnetresonanz-Angiographie-bei-Patienten-mi.htm
Copyright © 2014 | http://www.neuromedizin.de ist ein Dienst der MedienCompany GmbH. | Medizin-Medienverlag | Amselweg 2, 83229 Aschau i. Chiemgau | Geschäftsführer: Beate Döring | Amtsgericht Traunstein | HRB 19711 | USt-IdNr.: DE 223237239