Volumetrische und funktionelle Konnektivitätsveränderungen bei Patienten mit chronischen zervikalen spondylotischen Schmerzen

Chinesische Wissenschaftler des First Affiliated Hospitals der Xi'an Jiaotong University in Xi'an sind kürzlich im Rahmen einer Studie der Frage nachgegangen, ob es im Gehirn von Patienten mit chronischen zervikalen spondylotischen Schmerzen (cCSP = chronic cervical spondylotic pain) bestimmte strukturelle und funktionelle Veränderungen gibt. Hierzu werteten die Forscher die Ergebnisse von dreidimensionalen (3D) T1-gewichteten und Resting-State Magnetresonanztomographien (rs-fMRI) von 31 cCSP-Patienten und 30 alters- und geschlechtsentsprechenden gesunden Kontrollpersonen aus. Die 3D T1- und rs-fMRI-Daten wurden mit Hilfe eines statistischen parametrischen Mappings (SPM) und der DPABI-Toolbox (DPABI = data processing and analysis of brain imaging) verarbeitet. Außerdem wurden die parametrischen Unterschiede der Voxel-basierten Morphometrie (VBM) und der Resting-State funktionellen Konnektivität (rs-FC) zwischen beiden Gruppen berechnet und dann die Messungen mit dem Score der VAS (=visual analogue scale) und anderen klinischen Merkmalen der cCSP-Patienten zueinander in Korrelation gebracht. Es zeigte sich, dass die Patienten mit cCSP im Vergleich zu den gesunden Kontrollpersonen ein verringertes Volumen der grauen Hirnsubstanz im rechten mittleren cingulären Kortex, im rechten superioren temporalen Gyrus und im rechten Precunius aufwiesen. Darüber hinaus fand sich bei den cCSP-Patienten eine verringerte funktionelle Konnektivität zwischen dem rechten Precuneus und dem bilateralen medialen präfrontalen Kortex. Das Volumen der grauen Hirnsubstanz des rechten mittleren cingulären Kortex, des rechten superioren temporalen Gyrus und des rechten Precunius korrelierte zusammen mit der re-FC zwischen dem rechten Precunius und dem bilateralen medialen präfrontalen Kortex außerdem negativ mit dem VAS-Score.

In dieser Studie konnte gezeigt werden, dass es bei Patienten mit chronischen zervikalen spondylotischen Schmerzen bestimmte zerebrale morphologische und funktionelle Anomalien während des Schmerzprozesses gibt, so die Autoren. Dies liefere möglicherweise weitere Informationen für eine bessere Behandlung der cCSP.

(drs)
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Quellen-URL (abgerufen am 30.10.2020 - 17:33): http://www.neuromedizin.de/Neuro-Radiologie/Volumetrische-und-funktionelle-Konnektivitaetsveraenderungen.htm
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