Therapie und Überlebenswahrscheinlichkeit bei pleomorphem Xanthoastrozytom versus anaplastischem pleomorphem Xanthoastrozytom
Pleomorphe Xanthoastrozytome (PXAs) sind Grad II-Neoplasien, die typischerweise im Kindesalter auftreten und eine günstige Prognose haben. Daneben gibt es aber auch noch die anaplastischen pleomorphen Xanthoastrozytome (APXA), die bis heute noch nicht vollkommen verstanden sind. Wissenschaftler der Stanford University School of Medicine in Stanford, CA, USA, haben kürzlich im Rahmen einer Studie eine große Gruppe von PXA-Grad II-Patienten mit Personen mit einem APXA verglichen, um die Behandlungsmuster und die Überlebenswahrscheinlichkeiten miteinander zu vergleichen. Die Daten hierzu entnahmen sie der „National Cancer Institute's SEER database“. Um den prognostischen Einfluss der Demographie, des Tumors und Behandlungs-assoziierter Covariaten zu ermitteln, setzten die Forscher univariate and multivariate Cox-Regressionsmodelle ein. Das „Propensity score matching“ wurde dazu verwendet, um die Grundeigenschaften auszubalancieren und die Kaplan-Meier-Kurven, um das Überleben zu schätzen. Insgesamt werteten die Wissenschaftler die Daten von 346 PXA-Grad II-Patienten und 62 APXA-Patienten aus dem Zeitraum zwischen 2000 and 2016 aus. Die Kaplan-Meier-Analysen ergaben, dass die APXA-Patienten eine deutlich geringere Überlebenswahrscheinlichkeit hatten als die PXA-Grad II-Patienten. Nach Kontrolle bezüglich aller verfügbaren Covariaten zeigte sich, dass ein höheres Lebensalter bei der Diagnose der Erkrankung ein negativer Prädiktor für das Überleben bei beiden Patienten-Gruppen war. Die multivariaten und „Propensity score matching“-Analysen ergaben außerdem, dass das Ausmaß der Tumorresektion in keiner der beiden Gruppen mit einem verbesserten Outcome assoziiert war.
(drs)
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Quellen-URL (abgerufen am 24.09.2021 - 01:54): http://www.neuromedizin.de/Neuro-Onkologie/Therapie-und-Ueberlebenswahrscheinlichkeit-bei-pleomorphem-X.htm
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