Mit mehr Klinikforschung, neuroonkologischem Netzwerk und Kompetenz Hirntumore früher erkennen

„Um den Patienten besser helfen zu können, müssen die Klinikforschung und die experimentelle im Labor enger zusammenarbeiten“, sagt der Neurologe Prof. Dr. Martin Glas, Abteilung Klinische Neuroonkologie, am UK Essen. Am UK Essen wurde dazu ein neuroonkologisches Netzwerk etabliert. Dabei wird auch Künstliche Intelligenz (KI) genutzt. So konnte er mit Fachleuten aus Nuklearmedizin, Neurochirurgie, Neuropathologie und Radiologie zeigen, dass sich Hirntumore eventuell früher erkennen und der Verlauf genauer voraussagen lassen. „Für konsequente Fortschritte müssen wir aber die Patienten einbinden“, blickt Glas nach vorn. Er hat mit Wissenschaftlern, Erkrankten, Angehörigen und Unternehmen eine Initiative gegründet.

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Foto: Prof. Dr. Martin Glas (privat)

Hirntumore zählen zu den schwerwiegendsten Krebserkrankungen

In Deutschland werden sie jährlich bei über 30.000 Menschen diagnostiziert. Glas plant, die Glioblastom-Behandlung am UK Essen mit dem Westdeutschen Tumorzentrum zu optimieren. Er hat schon maßgeblich dazu beigetragen, die mehr als 15 Jahre alte Standardtherapie weiterzuentwickeln. Durch den Einsatz intensivierter Chemotherapien, maßgeschneiderter Behandlungen und innovativer Therapien wie etwa elektrischer Wechselfelder (TTFields) soll das fortgesetzt werden. Bei TTFields werden Krebskranken Elektroden in Gel-Pads auf dem Kopf befestigt, sie sollen das Wachstum maligner Tumore hemmen.

An der Medizinischen Fakultät der Universität Duisburg-Essen (UDE) hat Prof. Dr. Martin Glas die Professur für Klinische Neuroonkologie angenommen.

Zur Person:

Glas studierte Medizin von 1996 bis 2003 an der Universität Mainz und war „Temporary Student“ an der Yale University, USA. Nach der Promotion (2004) arbeitete er unter anderem als Arzt an den Unikliniken Regensburg (2005/06) und Bonn (2006-2016). Seit 2017 leitet er am UK Essen die Abteilung Klinische Neuroonkologie (Klinik für Neurologie). Seine Forschung wurde mehrfach gefördert und ausgezeichnet.

Quelle: PI UDE/UK, 8.2.2021 / Text: Alexandra Nießen/UDE

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