Studie zur Therapie der rezidivierenden Schulterinstabilität bei Epilepsie-Patienten
Ein bestehender Knochenabbau und degenerative Veränderungen sind die wesentlichsten Faktoren, die die zur Behandlung einer rezidivierenden Schulterinstabilität bei Epilepsie-Patienten geplanten Operationsstrategien beeinflussen. Zu diesem Ergebnis kommen Wissenschaftler des Royal National Orthopaedic Hospitals in Stanmore, UK, in einer retrospektiven Studie mit 33 konsekutiven Epilepsie-Patienten, die sich in dem 15-jährigen Studienzeitraum mit einer ein- oder beidseitigen Schulterinstabilität vorstellten (insgesamt 49 Schultern). Das Alter der Patienten zum Zeitpunkt der ersten Schulter-Dislozierung lag im Mittel bei 20 Jahren. Bei 24 Personen handelte es sich um insgesamt 36 anteriore instabile Schultern, in 6 Fällen um 8 posteriore Instabilitäten und 3 Patienten hatten 5 multidirektionale instabile Gelenke. Eine ausgedehnte Hill-Sachs-Läsion fand sich bei 21 Schultern. Die weitere Auswertung der gesammelten Daten ergab, dass 11 Patienten einen Schulterblattknochen-Verlust aufwiesen, und in 6 Fällen zu mehr als 25 % sowie bei 2 Patienten zu mehr als 50 % der anterior-inferiore Rand involviert war. Insgesamt 36 Schultern von 31 Patienten wurden operiert. Eine auch postoperativ weiterhin bestehende Schulterinstabilität war in der Gruppe mit den anterioren instabilen Schultern in 61 % der Fälle (22 von 36 Schultern), in der Gruppe mit der posterioren Problematik bei 38 % (3 von 8 Schultern und in der multidirektionalen Gruppe bei 40 % der operierten Gelenke (2 von 5 Schultern) zu beobachten. Des Weiteren zeigte sich, dass eine knöcherne Rekonstruktion mit einer deutlich geringeren Rezidivrate assoziiert war als eine alleinige Wiederherstellung des Weichteilgewebes. Durchschnittlich 12 Jahre nach der Index-Dislozierung schließlich wiesen 17 der 33 untersuchten Epilepsie-Patienten (22 Schultern) eine glenohumerale Arthrose auf.
(drs/map)
Zurück zur Startseite
Medienkooperation
Ultraschall 2019
Weitere Newsmeldungen
Zum Archiv

Quellen-URL (abgerufen am 19.09.2019 - 21:09): http://www.neuromedizin.de/neuro-orthopaedie/Studie-zur-Therapie-der-rezidivierenden-Schulterinstabilitae.htm
Copyright © 2014 | http://www.neuromedizin.de ist ein Dienst der MedienCompany GmbH. | Medizin-Medienverlag | Amselweg 2, 83229 Aschau i. Chiemgau | Geschäftsführer: Beate Döring | Amtsgericht Traunstein | HRB 19711 | USt-IdNr.: DE 223237239