Gibt es neuronale Korrelate von Stress und abdomineller Adipositas bei Patienten mit koronarer Herzkrankheit?
Eine Gruppe von Wissenschaftlern der Emory University School of Medicine in Atlanta, USA, hat kürzlich im Rahmen einer Studie untersucht, ob es bei Patienten mit einer koronaren Herzerkrankung (KHK) einen Zusammenhang zwischen dem Taillenumfang, einem Maß für die abdominelle Adipositas, und Reaktionen des Gehirns auf Stresssituation gibt. Teilnehmer der Studie waren 151 KHK-Patienten, die sich Arbeitsaufgaben einer akuten psychische Belastung in Kombination mit einer hoch-auflösenden PET (= Positronen-Emissionstomographie) und Bildgebung des Gehirns mit radioaktiv markiertem Wasser unterzogen. Die Reaktionen des Gehirns auf den mentalen Stress wurden dann mit dem Taillenumfang der Probanden korreliert. Es zeigte sich, dass der Taillenumfang der KHK-Patienten positiv mit einer Aktivierungszunahme in den rechten und linken Frontallappen, dem linken Temporallappen, der linken Amygdala sowie den linken hippocampalen, uncalen, links-anterioren und posterioren cingulären Gyri korrelierte. Der Taillenumfang war außerdem negativ mit den linken und rechten Parietallappen, dem rechten superioren temporalen Gyrus sowie der rechten Insula und dem Precuneus assoziiert. Ein Anstieg der Hirnaktivierung in Regionen des Gehirns, die in die Stressantwort und die autonome Regulation des kardiovaskulären Systems während psychologischer Stresssituationen involviert sind, könnte Ursache der stressinduzierten Überernährung und der abdominellen Adipositas bei KHK-Patienten sein, so die Studienautoren abschließend.
(drs)
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Quellen-URL (abgerufen am 12.08.2020 - 02:14): http://www.neuromedizin.de/Weiteres/Gibt-es-neuronale-Korrelate-von-Stress-und-abdomineller-Adip.htm
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