Strukturiertes Yoga-Programm bei Brustkrebsüberlebenden mit Fatigue und Depressionen effektiv
Ein strukturiertes Yoga-Programm kann bei Frauen, die eine Mammakarzinom-Erkrankung überlebt haben, die Symptome von Fatigue und Depressionen verringern und die kardiorespiratorische Fitness sowie die Gesamt-Lebensqualität verbessern. Diese Ansicht vertreten Wissenschaftler des Terna Physiotherapy College in Navi Mumbai, Maharashtra, Indien, in einem aktuellen Beitrag des „International Journal of Yoga“. Die Forscher berichten hier von einer 52-jährigen postmenopausalen Patientin, bei der 2 Jahre zuvor ein duktales Karzinom der linken Brust diagnostiziert worden war und die sich einer modifizierten radikalen Mastektomie unterziehen musste. Zusätzlich erhielt die Patientin postoperativ sechs Zyklen einer Chemotherapie. Seither klagte sie über eine ausgeprägte Fatigue und litt unter Depressionen. Der Score auf der „Piper Fatigue Scale“ lag bei 4.1 und der Depressionsscore auf dem „Beck's Depression Inventory“ bei 22. Außerdem wies die Patientin eine schlechte 6-Minuten-Gehstrecke auf und war in ihrer Lebensqualität stark beeinträchtigt. Erst die Durchführung eines strukturierten Yoga-Programms mit 40-minütigen Yoga-Übungen 5 x pro Woche für eine Dauer von insgesamt 4 Wochen führte zu einer eindrucksvollen Verringerung der Fatigue- und Depressionssymptomatik sowie zu einer Verbesserung der kardiorespiratorischen Fitness. Nicht zuletzt wies die Patienten nach Beendigung des 4-wöchigen Yogatrainings auch eine bessere Lebensqualität auf. Dieser Fall zeigt, dass ein strukturiertes Yoga-Programm bei Brustkrebsüberlebenden gute therapeutische Effekte auf eine Fatigue und auf Depressionen haben kann und die kardiorespiratorische Fitness sowie die Lebensqualität verbessert, so die Autoren.
(drs)
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Quellen-URL (abgerufen am 16.06.2019 - 19:17): http://www.neuromedizin.de/Psychiatrie/Strukturiertes-Yoga-Programm-bei-Brustkrebsueberlebenden-mit.htm
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