Sind Angsterkrankungen ein Risikofaktor für Morbus Alzheimer und vaskuläre Demenz?
Eine Gruppe von Wissenschaftlern der Albert-Ludwigs-Universität Freiburg vertritt die Ansicht, dass Angsterkrankungen ein Risikofaktor für Morbus Alzheimer und vaskuläre Demenz sind. Im Rahmen einer Metaanalyse durchsuchten die Forscher die Literaturdatenbanken Medline, PsycINFO, CINAHL, Web of Science und ALOIS nach longitudinalen Studien mit einem Follow-up von mindestens 2 Jahren, die bis zum 12. Januar 2018 publiziert wurden und in denen die Eigenschaftsangst (trait anxiety) oder die Zustandssangst (state anxiety) zu Beginn ermittelt wurden. Studien mit Patienten mit einer kognitiven Beeinträchtigung zu Beginn der Untersuchung wurden nicht mit eingeschlossen. Die Auswertung des gesammelten Datenmaterials ergab, dass Angst ein Prädiktor für ein erhöhtes Risiko war, an Morbus Alzheimer und vaskuläre Demenz zu erkranken. Die gepoolte HR (= Hazard Ratio) im Hinblick auf des Alzheimer-Risiko war sogar dann noch signifikant, wenn Studien mit einem kritischen BIAS-Risiko ausgeschlossen wurden. Angsterkrankungen sind ein Risikofaktor für Morbus Alzheimer und vaskuläre Demenz, so das Fazit der Freiburger Wissenschaftler.
(drs)
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Quellen-URL (abgerufen am 23.01.2019 - 15:40): http://www.neuromedizin.de/Psychiatrie/Sind-Angsterkrankungen-ein-Risikofaktor-fuer-Morbus-Alzheime.htm
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