Welche Prognose haben Patienten mit einer Enzephalomalazie-bedingten pharmakoresistenten Epilepsie nach einem epilepsiechirurgischen Eingriff?
Die operative Resektion ist offenbar eine effektive Therapiemethode für Patienten mit einer Enzephalomalazie-bedingten pharmakoresistenten Epilepsie. Zu diesem Ergebnis kommen Wissenschaftler der Capital Medical University in Beijing, China, im Rahmen einer Studie mit 143 betroffenen Patienten, die sich einer operativen Resektion unterzogen und mindestens 5 Jahre lang nachbeobachtet wurden. Das Outcome bezüglich der Anfälle ermittelten die Forscher anhand der Klassifikation der „International League Against Epilepsy“. Die Analysen ergaben, dass 3 Monate nach dem Eingriff 102 der 143 operierten Patienten (71,3 %) und 5 Jahre postoperativ 107 Personen (74,8 %) ein gutes Anfalls-Outcome hatten. Veränderungen des postoperativen Anfallsstatus waren während des Follow-ups bei 22 der 143 Patienten (15,4 %) zu beobachten, die Unterschiede bezüglich der anfallsfreien Rate zwischen 3 Monaten und 5 Jahren postoperativ waren allerdings nicht signifikant. Univariate und multivariate Analysen zeigten, dass nur eine monatliche Anfallshäufigkeit von mehr als 30 Anfällen und ein bilateraler iktaler Rhythmusbeginn unabhängige Prädiktoren für eine ungünstige Prognose bezüglich des Anfallsgeschehens waren. Das Wissen um die Prädiktoren der Anfallsprognose könnte bei der Operationsplanung hilfreich sein und dazu beitragen, unter Patienten mit einer Enzephalomalazie-bedingten pharmakoresistenten Epilepsie die optimalen Kandidaten für einen epilepsiechirurgischen Eingriff auszuwählen, so die Autoren.
(drs)
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Quellen-URL (abgerufen am 26.06.2019 - 05:57): http://www.neuromedizin.de/Neurologie/Welche-Prognose-haben-Patienten-mit-einer-Enzephalomalazie-b.htm
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