Selegilin-Langzeitmonotherapie bei frühem Morbus Parkinson effektiv und sicher
Japanische Wissenschaftler des Department of Neurology, Juntendo University School of Medicine in Tokio haben kürzlich im Rahmen einer 56-wöchigen Open-label-Studie die Langzeit-Sicherheit und Effektivität des Monoaminooxidase B-Hemmers Selegilin bei Patienten mit einem frühen Stadium des Morbus Parkinson genauer untersucht. Teilnehmer waren 134 Patienten mit einer frühen Parkinsonerkrankung, die zuvor bereits an einer randomisierten, Plazebo-kontrollierten, doppelblinden Phase III-Studie mit einer 12-wöchigen Selegilin-Monotherapie teilgenommen hatten. In der aktuellen Studie wurde die Selegilin-Dosis alle 2 Wochen in Schritten von 2,5 mg/Tag auf 10 mg/Tag auftitriert. Von der 7. Woche an wurde die Dosierung bis zur 56. Woche mit 10 mg/Tag beibehalten. Primäres Endziel war jede Veränderung des UPDRS-Scores (Teil I + II + III) seit Behandlungsbeginn. Sekundäre Endziele waren Veränderungen bei den UPDRS-Subscores und das Sicherheitsprofil. Insgesamt 91 Patienten (67,9 %) führten die 56-wöchige Studie bis zum Ende durch. Die Auswertung des gesammelten Datenmaterials ergab, dass die Behandlung mit Selegilin von der 4. Woche an bis zur 56. Woche zu einer signifikanten Verringerung des UPDRS-Gesamt-Scores führte. Ein Wirkungspeak war in der 20. Woche nach Behandlungsbeginn zu beobachten. Außerdem zeigten sich ähnlich gute Verbesserungen bei den Scores des UPDRS Teil II und III. Die Inzidenzrate an unerwünschten Arzneimittelreaktionen lag bei 44,3 % (58 Patienten) und nahm während der gesamten Phase der 10 mg-Dosierung nicht zu. Eine Langzeit-Monotherapie mit Selegilin in einer Dosierung von 10 mg/Tag ist bei Patienten mit einem frühen Stadium des Morbus Parkinson effektiv und wird von den Betroffenen auch gut toleriert, so die Experten aus Japan.
(drs)
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