Assoziation zwischen Leptin-Serumspiegeln und Risiko für Multiple Sklerose
Schwedische Wissenschaftler der Universitäten von Umeå, Göteborg, Örebro und Linköping sowie der Lund Universität vom Malmö konnten kürzlich im Rahmen einer Nested Case-Control-Studie zeigen, dass das pro-inflammatorische Adipokin Leptin bei jungen Menschen ein Risikofaktor für eine Multiple Sklerose (MS) ist. Die Forscher verwendeten für ihre Studie Blutproben aus schwedischen Biobanken, und verglichen darin bei 649 Personen, die im Laufe ihres Lebens eine RRMS (= schubförmig remittierende MS) entwickelt hatten und bei 649 Kontrollpersonen, die bezüglich der Biobank, des Geschlechts, des Lebensalters und des Datums der Blutentnahme übereinstimmten, die Leptin- und Insulinkonzentrationen im Serum. Dabei wurden nur Proben von Personen analysiert, die noch keine Symptome aufwiesen und nicht älter als 40 Jahre waren. Es zeigte sich, dass bei Studienteilnehmern im Alter von unter 20 Jahren und bei allen Männern eine Zunahme des Leptin-Z-Scores um eine Einheit mit einem erhöhten MS-Risiko assoziiert war. Im Gegensatz dazu war nach Adjustierung für die Insulinspiegel bei Frauen im Alter zwischen 30 und 39 Jahren ein Anstieg der Leptin-Spiegel mit einem geringeren Risiko für eine MS assoziiert. Eine erhöhte Leptin-Konzentration stellt bei jungen Menschen ein Risikofaktor für eine Multiple Sklerose dar, so die Autoren.
(drs)
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Quellen-URL (abgerufen am 08.04.2020 - 17:35): http://www.neuromedizin.de/Neurologie/Assoziation-zwischen-Leptin-Serumspiegeln-und-Risiko-fuer-Mu.htm
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