Kranioplastie nach dekompressiver Kraniektomie verbessert neurologisches und kognitves Outcome
Indische Wissenschaftler der Departments of Neurosurgery and Nuclear Medicine des Postgraduate Institute of Medical Education and Research in Chandigarh haben im Rahmen einer prospektiven Studie das neurologische und kognitive Outcome sowie den zerebralen Blutfluss von Patienten untersucht, bei denen nach einer dekompressiven Kraniektomie eine Kranioplastie durchgeführt wurde. Teilnehmer waren 34 Patienten, die für die Kranioplastie nach einer kopfverletzungsbedingten dekompressiven Kraniektomie in die neurochirurgische Abteilung in Chandigarh eingewiesen worden waren. Bei allen Probanden wurde der klinische, neurologische und kognitive Status mit Hilfe der Glasgow Outcome Scale (GOS), der Glasgow Coma Scale und einer Batterie kognitiver Tests erhoben. Gleichzeitig bestimmten die Forscher 7 Tage vor und 3 Monate nach der Kranioplastie anhand der 99mTc-ECD-Hirn-SPECT (= Hirnperfusions-SPECT mit einem Tc-99m-Radiopharmakon) die zerebrale Blutperfusion. Die Analysen ergaben, dass vor der Kranioplastie 9 Patienten (26,5 %) einen GOS-Score von 5 und 25 Studienteilnehmer (73,5 %) einen GOS-Score von 4 hatten. Nach dem Eingriff lag der Score dagegen dann bei allen 34 Patienten bei 5. In bis zu 90,9 % aller Fälle zeigte sich nach der Kranioplastie eine kognitive Verbesserung. Eine signifikant bessere Blutperfusion in den verschiedenen Hirnlappen wiesen postoperativ ebenfalls fast alle Patienten (94 %) auf. Eine Kranioplastie nach dekompressiver Kraniektomie führt zu einer deutlichen Verbesserung des neurologischen und kognitiven Outcomes sowie der zerebralen Hirnperfusion, so die Autoren.
(drs)
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Quellen-URL (abgerufen am 11.12.2018 - 23:08): http://www.neuromedizin.de/Neuro-Chirurgie/Kranioplastie-nach-dekompressiver-Kraniektomie-verbessert-ne.htm
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