Überprüfung orthostatischer Vitalzeichen zur Diagnosestellung einer Synkope unzureichend
Die alleinige Messung orthostatischer Vitalzeichen in der Notaufnahme ist weder dazu geeignet, die Diagnose einer orthostatischen Synkope zu bestätigen oder auszuschließen, noch scheint sie einen besonderen Wert zum Ausschluss lebensbedrohlicher Ursachen der Synkope zu haben. Hierauf weisen Wissenschaftler der Indiana University School of Medicine in Indianapolis, der University of Arizona College of Medicine-Tucson in Tucson und der University of Texas San Antonio School of Medicine in San Antonio, USA, im „Journal of Emergency Medicine“ aufgrund von Ergebnissen eines Reviews dreier prospektiver Kohortenstudien sowie der nationalen Versorgungsleitlinien 2017 zum Management von Synkopen hin. Die Analysen der Forscher ergaben, dass Patienten, die sich in der Notaufnahme mit einer Synkope vorstellen, häufig eine orthostatische Hypotonie aufweisen und diese oft als Synkopen-Ursache diagnostiziert wird. Die ausschließliche Überprüfung der orthostatischen Vitalzeichen sei aber zur Diagnosestellung einer Synkope unzureichend, so die Experten.
(drs)
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Quellen-URL (abgerufen am 10.12.2018 - 03:27): http://www.neuromedizin.de/Neuro-Intensivmedizin/Ueberpruefung-orthostatischer-Vitalzeichen-zur-Diagnosestell.htm
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