Bericht aus China über Botulismus-Ausbruch durch Konsum von gesalzenem Fisch und Schinken aus Vakuumverpackungen

Das Botulinumtoxin ist ein Neurotoxin, welches eine lebensbedrohliche Erkrankung mit schweren neurologischen Symptomen hervorrufen kann. In einem aktuellen Beitrag des „Journal of Emergency Medicine“ berichten nun chinesische Wissenschaftler des Fifth Medical Center of Chinese PLA General Hospital in Beijing von 4 Patienten, die vakuumverpackten gesalzenen Fisch und Schinken konsumiert hatten und sich zunächst mit schweren gastrointestinalen Symptomen und Erbrechen notfallmäßig vorgestellt hatten. Die behandelnden Ärzte untersuchten das Serum und den Urin der Patienten mit dem Endopep-MS (= massenspektrometrischer Endopeptidase-Assay) auf das Botulinum-Neurotoxin und fanden so das Botulinumtoxin Typ A, B und E. Einer der Patienten, der die größte Menge des Fisches und Schinkens zu sich genommen hatte, starb nach 36 Stunden, die anderen konnten nach der Diagnose der Botulinumtoxin-induzierten Erkrankung erfolgreich mit einem Antitoxin behandelt werden. Diese Fälle zeigen erneut, wie wichtig die frühzeitige Diagnose und Therapie insbesondere des Botulismus Typ E ist, da jede Verzögerung zu einem deutlich erhöhten Mortalitätsrisiko und schlechtem Outcome beiträgt, so die Experten.

(drs)
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Quellen-URL (abgerufen am 12.04.2021 - 03:06): http://www.neuromedizin.de/Neuro-Intensivmedizin/Bericht-aus-China-ueber-Botulismus-Ausbruch-durch-Konsum-von.htm
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