Mehr Ausbildung in der Kindheit wirkt Gedächtnisverlust entgegen

Die Ergebnisse einer aktuellen Studie des Georgetown University Medical Center, Washington, USA, weisen darauf hin, dass eine gute Ausbildung in jungen Jahren die Gedächtnisleistung älterer Erwachsener verbessert. Hierzu testeten die Wissenschaftler das deklarative Gedächtnis, also die Fähigkeit, sich an Ereignisse, Fakten und Wörter zu erinnern, von 704 Erwachsenen im Alter zwischen 58 und 98 Jahren. Bei den Tests zeigte sich, dass die Gedächtnisleistung zwar mit zunehmendem Alter abnahm, mehr Ausbildung in der Kindheit diesem Verlust aber entgegenwirken konnte. Und dies galt vor allem für Frauen. So war bei Männern der Zuwachs an Gedächtnis in Verbindung mit jedem Jahr an Ausbildung zwei Mal so groß wie der Verlust, der während jedes Jahres des Alters erfahren wurde. Bei Frauen war dieser Zuwachs fünf Mal größer.

Laut Studienleiter Michael Ullmann verfügen Mädchen häufig über ein besseres deklaratives Gedächtnis als Jungen. "Ausbildung dürfte auch noch Jahre später, vor allem für Frauen, Vorteile beim Gedächtnis bringen.

Zusätzliche Studien sind erforderlich, um zu testen, ob sich diese Ergebnisse generalisieren lassen, so Ullmann weiter.

(pte/bd)
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Quellen-URL (abgerufen am 10.07.2020 - 02:11): http://www.neuromedizin.de/Neuro-Geriatrie/Mehr-Ausbildung-in-der-Kindheit-wirkt-Gedaechtnisverlust-ent.htm
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