Assoziation zwischen erhöhten OxLDL-Spiegeln und erhöhter Prävalenz kognitiver Einschränkungen nach ischämischem Schlaganfall
Bei Patienten, die einen ischämischen Schlaganfall erlitten haben, scheinen erhöhte Serumspiegel des oxidierten Low-Density-Lipoproteins (OxLDL) mit einer höheren Prävalenz für kognitive Einschränkungen assoziiert zu sein. Zu diesem Ergebnis kommen Wissenschaftler der Capital Medical University in Beijing, China, in einer Studie mit 3.726 Patienten mit einem akuten ischämischen Schlaganfall (34,5 % Frauen und 65,5 % Männer) im durchschnittlichen Alter von 63,62 ± 11,96 Jahren. Die Forscher bestimmten bei allen Probanden die OxLDL-Spiegel im Serum und untersuchten die Patienten mittels MMSE (= Mini-Mental State Examination). Einen MMSE-Score von unter 24 bewerteten die Experten als kognitive Einschränkung. Nach Adjustierung für mögliche Einflussfaktoren ergaben die logistischen Regressionsanalysen, dass jede Standardabweichung des OxLDL nach oben mit einer 26 %-igen Zunahme der Prävalenz der kognitiven Einschränkung assoziiert war. Entsprechend war ein höheres OxLDL mit niedrigeren MMSE-Scores assoziiert, und zwar mit einer Abnahme um 0,56 Punkten für jede Standardabweichung des OxLDL nach oben. Signifikante Interaktionen zwischen dem OxLDL und dem Lebensalter und Geschlecht der Patienten oder den Bildungsgraden für die kognitive Störung waren nicht festzustellen. Bei Patienten mit einem akuten ischämischen Schlaganfall gibt es eine Assoziation zwischen erhöhten OxLDL-Spiegeln und einer erhöhter Prävalenz kognitiver Einschränkungen, so die Autoren.
(drs)
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Quellen-URL (abgerufen am 25.06.2018 - 09:52): http://www.neuromedizin.de/Neuro-Geriatrie/Assoziation-zwischen-erhoehten-OxLDL-Spiegeln-und-erhoehter-.htm
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