Verbesserte Kommunikationsfähigkeit bei autistischen Kindern durch Nabelschnurblut-Infusion

In einer aktuellen Phase-II-Studie untersuchten Forscher der Duke University Medical Center, Durham, USA, ob Infusionen mit Nabelschnurblut die Symptome bei Kindern mit einer Autismus-Spektrum-Störung verringern würden. Teilnehmer waren 180 autistische Kinder zwischen zwei und sieben Jahren mit und ohne geistige Behinderung. Nach einer einzelnen Infusion einer Einheit von gespendetem oder eigenem Nabelschnurblut zeigte sich bei den Kindern ohne geistige Behinderung eine Verbesserung in der Sprachkommunikation, der Fähigkeit, Aufmerksamkeit aufrechtzuerhalten sowie verbesserte Ergebnisse der Alpha- und Betawellen beim EEG. Veränderungen in der Gruppe der Kinder mit Behinderung konnten nicht festgestellt werden. Um herauszufinden, warum es Unterschiede bei Kindern mit und ohne Behinderung gibt, sind weitere Forschungen erforderlich. "Wir hoffen in Zukunft eine Studie durchzuführen, die auf autistische Kinder mit einer geistigen Beeinträchtigung ausgerichtet ist“, so Seniorautorin Joanne Kurtzberg.

Die im "The Journal of Pediatrics" veröffentlichten aktuellen Forschungsergebnisse sind bereits in eine derzeit laufende Studie eingeflossen, in der andere Zelltherapien bei älteren Kindern mit Autismus ohne geistige Behinderung getestet werden.

Originalarbeit

A Phase II Randomized Clinical Trial of the Safety and Efficacy of Intravenous Umbilical Cord Blood Infusion for Treatment of Children with Autism Spectrum Disorder

(pte/bd)
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Quellen-URL (abgerufen am 10.07.2020 - 01:53): http://www.neuromedizin.de/Kinder--u--Jugendpsychiatrie/Verbesserte-Kommunikationsfaehigkeit-bei-autistischen-Kinder.htm
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