Neue App bietet Zugang zu den S3-Leitlinien des Leitlinienprogramms Onkologie

S3-Leitlinien zeichnen sich durch ein hohes methodisches Niveau aus. Sie werden nach einer systematischen Literaturrecherche und -auswertung erstellt, und zwar von einem interdisziplinär besetzten Gremium, in dem Mandatsträger aller relevanten Fachgesellschaften und Organisationen vertreten sind. Im Februar 2008 wurde das Leitlinienprogramm Onkologie von der Arbeitsgemeinschaft der medizinisch wissenschaftlichen Fachgesellschaften (AWMF), der Deutschen Krebsgesellschaft e. V. und der Deutschen Krebshilfe ins Leben gerufen. „Für eine rasche und umfassende Verbreitung onkologischer Leitlinien ist es wichtig, dass sie nicht nur über die klassischen Kanäle, also in Printpublikationen oder auf Webseiten verfügbar sind. Deshalb haben wir uns für die Entwicklung einer App entschieden“, erklärt Prof. Dr. Thomas Seufferlein, Vizepräsident der Deutschen Krebsgesellschaft und Sprecher des Lenkungsausschusses des Leitlinienprogramms Onkologie. Die neue App ist das erste Produkt einer Digitalisierungsstrategie onkologischer Leitlinien. Sie bietet den Nutzern verschiedene Vorteile. So kann eine nach Inhalten sortierte, übersichtliche Sammlung der interdisziplinär abgestimmten Empfehlungen und Statements samt den entsprechenden Hintergrundtexten abgerufen werden. Eine Suchfunktion ermöglicht außerdem die Freitextsuche und mit der Favoritenfunktion lassen sich häufig verwendete Leitlinienabschnitte schnell wiederfinden. „Die Nutzer der App können sich außerdem über Updates bestehender Leitlinien oder über das Erscheinen neuer Leitlinien benachrichtigen lassen“, sagt Dipl.-Soz. Wiss. Thomas Langer, Deutsche Krebsgesellschaft, der die Entwicklung der App maßgeblich verantwortet hat. Derzeit stehen in der App die aktuellen S3-Leitlinien zum Endometrium-, Harnblasen-, Mundhöhlen, Pankreas-, Ösophagus-, und Nierenzellkarzinom, zum kolorektalen und hepatozellulären Karzinom, malignen Melanom, zur Supportivtherapie, Psychoonkologie und zur Hautkrebsprävention zur Verfügung. Die App ist sowohl für iPhones als auch für Android-Smartphones entwickelt worden.

Quelle: PI Deutsche Krebsgesellschaft e. V.

(bd)
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