DAK-Digitalisierungsreport 2019 veröffentlicht

Nach dem neuen DAK-Digitalisierungsreport 2019, der jetzt veröffentlicht wurde, stehen Ärzte der Digitalisierung des Gesundheitswesen positiv gegenüber, allerdings mit klaren Vorstellungen: So sollen E-Health-Anwendungen Diagnosen erleichtern und Praxisabläufe im Praxisalltag optimieren. Befragt wurden 2.313 Ärztinnen und Ärzte aus ganz Deutschland zu ihren Einstellungen zur Digitalisierung. Das Kernthema der Studie sind die Möglichkeiten einer elektronischen Gesundheitsakte (eGA). 71 Prozent der Befragten bewerteten einen digitalen Check von Wechselwirkungen zwischen Medikamenten mithilfe einer eGA positiv, 21 Prozent neutral. Jeder zweite Mediziner sieht es als Vorteil, mit der eGA Befunde ihrer Patienten bei anderen Ärzten anzufordern, und gut ein Drittel erkennt darin eine Zeitersparnis. Die Ergebnisse der Befragung machen deutlich, dass digitale Lösungen im Praxisalltag eingesetzt werden, wenn der Nutzwert für die Ärzte klar erkennbar ist. Im Vergleich zum ersten Digitalisierungsreport, der von der DAK-Gesundheit 2018 veröffentlicht wurde, zeigen die Auswertungen aber auch, dass digitale Anwendungen im Gesundheitswesen bekannter geworden, eine Anwendung finden sie jedoch noch nicht. Gründe dafür könnten in den fehlenden technischen Voraussetzungen und aus Datenschutzbedenken liegen, wie aus einer KBV-Befragung „PraxisBarometer Digitalisierung“ vom vergangenen Herbst hervorgeht. DAK-Chef Andreas Storm fordert daher eine ganzheitliche Digital-Health-Strategie für Deutschland, um die weiteren Herausforderungen, die auf das Gesundheitssystem auch durch den demografischen Wandel zukommen, zu meistern.

Der Digitalisierungsreport 2019 ist eine Kooperation der DAK-Gesundheit mit der Ärzte Zeitung. Er wurde von der EPatient RSD GmbH erstellt und ausgewertet.

Quelle: PI DAK

(bd)
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