BPI fordert bei Einführung vom elektronischen Rezeptes die Einbindung des grünen E-Rezeptes

Ab 2022 müssen alle Praxen verpflichtend die elektronische Version des Roten Rezeptes ausstellen. Zeitgleich muss auch das Grüne E-Rezept an die Telematikinfrastruktur angebunden sein. Mit der Einführung des elektronischen Rezeptes (E-Rezept) in der Testregion Berlin-Brandenburg forderte der BPI auch die Umsetzung des Grünen E-Rezeptes. „Der Gesetzgeber hat es fest im Patientendatenschutzgesetz (PDSG) verankert“, sagt BPI-Hauptgeschäftsführer Dr. Kai Joachimsen. Seit Einführung des Grünen Rezeptes 2004 entwickelte sich die Verordnung von nicht verschreibungspflichtigen Arzneimitteln zu einem festen Bestandteil der Gesundheitsversorgung. Es bindet apothekenpflichtige, nicht verschreibungspflichtige Arzneimittel in ein ärztliches Gesamtbehandlungskonzept ein und vereinfacht die tägliche Arbeit von Medizinern und Apothekern.

Bild

BU: Ab dem 1. Januar 2022 wird das elektronische Rezept verpflichtend. Quelle: Shutterstock/LDprod

Vier von fünf Ärzten nutzen das Grüne Rezept im Praxisalltag

Die OTC-Daten 2021 des BPI zeigen, dass vier von fünf Ärzten das Grüne Rezept in ihrem Praxisalltag nutzen. 31 Prozent aller Verordnungen für nicht verschreibungspflichtige Arzneimittel wurden im letzten Jahr mit dem Grünen Rezept vorgenommen, insgesamt verordneten Ärzte im vergangenen Jahr 40 Millionen Grüne Rezepte. Kein Wunder: Viele Erkrankungen lassen sich mit nicht verschreibungspflichtigen Arzneimitteln behandeln. Ärzte verordnen sie oftmals als Einstiegs-, Stufen- oder Begleittherapien. Häufig bedeutet der Selbstkauf von nicht verschreibungspflichtigen Arzneimitteln für Patienten jedoch eine finanzielle Belastung, doch es gibt Lösungen.

Grafik

Kostenerstattung über das Grüne Rezept

Mittlerweile bieten 76 gesetzliche Krankenkassen ihren Patienten eine Rückerstattung von Kosten für nicht verschreibungspflichtige Arzneimittel im Rahmen ihrer Satzungsleistungen an, die Ärzte über das Grüne Rezept verordnen. Für eine Erstattung ist die ärztliche Verordnung des Arzneimittels erforderlich. „Folglich ist auch die Einführung eines Grünen E-Rezeptes dringend erforderlich“, sagt Dr. Joachimsen.

(map)
Zurück zur Startseite
Weitere Newsmeldungen
Zum Archiv

Quellen-URL (abgerufen am 01.12.2021 - 02:16): http://www.neuromedizin.de/E-Health/BPI-fordert-bei-Einfuehrung-vom-elektronischen-Rezeptes-die-.htm
Copyright © 2014 | http://www.neuromedizin.de ist ein Dienst der MedienCompany GmbH. | Medizin-Medienverlag | Amselweg 2, 83229 Aschau i. Chiemgau | Geschäftsführer: Beate Döring | Amtsgericht Traunstein | HRB 19711 | USt-IdNr.: DE 223237239