Welchen Einfluss haben Nikotin- und Alkoholkonsum stillender Mütter auf die kognitive Entwicklung der Kinder?
Wissenschaftler der Macquarie University in Sydney, Australien, haben im Rahmen einer Studie untersucht, ob ein Nikotin- oder Alkoholkonsum stillender Mütter die kognitive Entwicklung der mit der Muttermilch ernährten Kinder beeinträchtigt. Hierzu werteten die Forscher die Daten von 5.107 australischen Kindern aus, die im Jahr 2004 für die longitudinale Studie “Growing Up in Australia - The Longitudinal Study of Australian Children (LSAC)” rekrutiert worden waren. Alle 2 Jahre wurden die Zusammenhänge zwischen den Trink- und Rauchgewohnheiten der stillenden Mütter und den Scores des „Children's Matrix Reasoning“ (= Subtest der Wechsler Intelligence Scale for Children), des „Peabody Picture Vocabulary Test-Third Edition“ und des psychologischen Tests „Who Am I“ ermittelt. Es zeigte sich, dass ein erhöhter und riskanter mütterlicher Alkoholkonsum (Wave 1) mit einer Verringerung der „Matrix Reasoning-Scores“ der Kinder im Lebensalter von 6 bis 7 Jahren assoziiert war. Dieser Zusammenhang war bei Kindern, die nie Muttermilch erhalten hatten, nicht evident. Ein Nikotinkonsum der Mütter während der Stillperiode war dagegen mit keinem der Outcome-Variablen assoziiert. Eine Alkohol-Exposition von Kindern während der Stillperiode kann eine dosisabhängigen Verringerung ihrer kognitiven Fähigkeiten verursachen. Dies scheint allerdings nur auf ein Lebensalter der Kinder von 6 bis 7 Jahren zuzutreffen und in der Altersgruppe der 10- bis 11-Jährigen nicht mehr zu beobachten zu sein, so die Autoren.
(drs)
Zurück zur Startseite
GOÄ Praxisleitfaden Kopfschmerz
Weitere Newsmeldungen
    • Omega 3-Fettsäuren zur Therapie von Major-Depressionen im Jugendalter?
      Eine Gruppe von Wissenschaftlern der Icahn School of Medicine at Mount Sinai in New York, USA, hat vor Kurzem im Rahmen einer Studie die Effektivität von Omega 3-Fettsäuren als Monotherapie im Vergleich zu Plazebo in der Behandlung von Major-Depressionen im Jugendalter untersucht. Außerdem gingen si...
      Mehr
    • Neuropeptid B und Vaspin: Neue Biomarker der Anorexia nervosa
      Das Neuropeptid B, ein biologisch aktives Peptid, dessen Vorläufer durch das NBP-Gen kodiert wird und das Adipokin Vaspin (= visceral adipose tissue derived serine protease inhibitor) könnten neue Biomarker für die Anorexia nervosa sein. Diese Ansicht vertreten polnische Wissenschaftler der Departme...
      Mehr
    • Studie: Großteil junger Menschen nutzen immer häufiger Internet und Soziale Netzwerke bei Suche nach Gesundheitsinformationen
      Für eine Studie zur Nutzung von Gesundheitsinformationen befragte das US-Marktforschungsunternehmen Hopelab bei 1.300 junge Menschen zwischen 14 und 22 Jahren nach. Es stellte sich heraus, dass die Befragten mobile und digitale Tools für fast alle Bedürfnisse ihrer Gesundheitsforschung nutzen. Fast ...
      Mehr
    • Fibroblasten-Wachstumsfaktor 2 an der Ätiopathogenese des Autismus im Kindesalter beteiligt?
      Der Fibroblasten-Wachstumsfaktor 2 (FGF-2) spielt eine wichtige Rolle in der Entwicklung und Funktionsfähigkeit des menschlichen Kortex. Außerdem steht der FGF-2 in Zusammenhang mit Entwicklungsprozessen im zentralen Nervensystem, wie der Neurogenese, der Migration, der Differenzierung und dem Überl...
      Mehr
    • Genetische Überschneidungen bei verschiedenen psychischen Erkrankungen entdeckt
      Genetischen Faktoren, die Personen zu gewissen psychischen Störungen prädisponieren, stehen mit mehr absolvierten Schuljahren und einem höheren Bildungsniveau in Verbindung. Bei einer vorliegenden Studie sind genetische Daten gebündelt worden, um gewisse Muster innerhalb von 25 verschiedenen psychis...
      Mehr
    • Internetabhängigkeit mit erhöhter Suizidalität assoziiert
      Wissenschaftler des Department of Psychiatry, Tsyr-Huey Mental Hospital in Kaohsiung Jen-Ai's Home, Taiwan, haben mit den Ergebnissen einer Metaanalyse belegen können, dass die Internetabhängigkeit mit einer erhöhten Suizidalität assoziiert ist. Die Forscher durchsuchten die elektronischen Datenbank...
      Mehr
    • Supplementierung mit Omega-3-Fettsäuren bei ADHS im Kindesalter ohne Nutzen
      Eine Supplementierung mit Omega-3-Fettsäuren hat bei Kindern mit milden ADHS-Symptomen offenbar keinerlei nachweisbaren Nutzen. Zu diesem Ergebnis kommen Wissenschaftler des INSERM in Bron, Frankreich, im Rahmen einer randomisierten Plazebo-kontrollierten Studie mit 162 Kindern im Alter zwischen 6 u...
      Mehr
    • Neue Studie deutscher Universitäten zum Outcome von Kindern mit Anorexia nervosa
      Wissenschaftler der Universitätsklinik RWTH Aachen, der Christian Albrecht-Universität Kiel, des Universitätsklinikums Würzburg und der Charité-Universitätsmedizin Berlin haben kürzlich im Rahmen einer Studie das klinische Ergebnis von Patienten mit Anorexia nervosa im Alter von unter 14 Jahren gena...
      Mehr
Zum Archiv

Quellen-URL (abgerufen am 16.11.2018 - 17:21): http://www.neuromedizin.de/Kinder--u--Jugendpsychiatrie/Welchen-Einfluss-haben-Nikotin--und-Alkoholkonsum-stillender.htm
Copyright © 2014 | http://www.neuromedizin.de ist ein Dienst der MedienCompany GmbH. | Medizin-Medienverlag | Amselweg 2, 83229 Aschau i. Chiemgau | Geschäftsführer: Beate Döring | Amtsgericht Traunstein | HRB 19711 | USt-IdNr.: DE 223237239