Verringerte Serumantwort auf Vitamin D-Supplementierung bei Kindern mit Autismus

Es besteht die These, dass Vitamin D in puncto Prävention und Therapie eine gewisse Rolle bei Erkrankungen aus dem autistischen Formenkreis spielen könnte. Wissenschaftler des National Children's Hospitals und des Dublin Institute of Technology in Dublin, Irland, konnten in diesem Zusammenhang vor Kurzem in einer Post-hoc-Analyse zweier randomisierter Plazebo-kontrollierter Doppelblindstudien (RCT) zur Vitamin D3-Supplementierung zeigen, dass Kinder mit Autismus eine verringerte Serumantwort auf eine 25-Hydroxy-Vitamin-D3-Zufuhr aufweisen. Die eine RCT befasste sich mit autistischen Kindern, Teilnehmer der andere RCT waren Kinder mit Asthma bronchiale. Beide Studie wurden in ein und demselben geographischen Gebiet (Dublin, Ireland, 53°N) in der Wintersaison durchgeführt und verwendeten dieselbe Vitamin-D3-Dosierung (2000 IU/Tag). Studienteilnehmer waren insgesamt 18 Kinder mit Autismus und 17 Kinder mit Asthma. Signifikante Unterschiede hinsichtlich der 25-Hydroxy-Vitamin-D3-Basiswerte und des Lebensalters der Patienten bestanden nicht. Lediglich der BMI (Body-Mass-Index) der autistischen Kinder war deutlich niedriger als der Kinder mit Asthma bronchiale. Die Compliance bezüglich der Vitamin D-Supplementierung war in beiden Studien hoch. Es zeigte sich, dass trotz einer deutlich längeren Interventionsperiode (20 Wochen versus 15 Wochen) die Kinder mit Autismus einen signifikant geringeren absoluten Anstieg der 25-Hydroxy-Vitamin-D3-Werte aufwiesen als die Kinder mit Asthma bronchiale. Trotz ähnlicher Demographien haben Kindern mit einer autistischen Erkrankung eine verringerte Serumantwort auf eine Vitamin D-Supplementierung, so die Wissenschaftler. Potentiale Mechanismen hierbei könnten den Experten zufolge eine veränderte Adsorption oder ein veränderter Metabolismus sein, aber auch genetische Faktoren könnten eine Rolle spielen.

(drs)
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Quellen-URL (abgerufen am 10.12.2018 - 03:17): http://www.neuromedizin.de/Kinder--u--Jugendpsychiatrie/Verringerte-Serumantwort-auf-Vitamin-D-Supplementierung-bei-.htm
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