Besorgniserregend: Vermehrt Typ-2-Diabetes bei Kindern und Jugendlichen

Auch in Deutschland nehmen Übergewicht und Adipositas bei Kindern und Jugendlichen weiter zu. Nach den Daten des Robert Koch-Instituts haben 9,5 Prozent der Kinder und Jugendlichen zwischen 3 und 17 Jahren Übergewicht, etwa 6 Prozent haben Adipositas. Damit steigt auch das Risiko für Begleiterkrankungen wie Typ-2-Diabetes, von dem 2022 etwa 1.000 Jugendliche im Alter von 11 bis 17 Jahren betroffen waren.

„Die Prävalenz von Typ-2-Diabetes bei Kindern und Jugendlichen steigt – auch in Deutschland. Ein früher Beginn bedeutet eine längere Krankheitsdauer, mehr Belastung und ein höheres Risiko für Komplikationen bereits im jungen Erwachsenenalter“, sagt Professor Dr. med. Karsten Müssig, Tagungspräsident der Diabetes Herbsttagung 2025 und Chefarzt der Klinik für Innere Medizin, Gastroenterologie und Diabetologie am Franziskus-Hospital Harderberg der Niels-Stensen-Kliniken. „Nur mit verbindlichen, früh ansetzenden Präventionsmaßnahmen können wir diesen besorgniserregenden Trend wirksam aufhalten.“

Die jüngste Zulassung des GLP-1-Rezeptoragonisten Liraglutid für junge Patientinnen und Patienten ab 10 Jahren zeigt, wie ernst die Lage ist. Umso dringlicher fordert die Deutsche Diabetes Gesellschaft (DDG) verbindliche, früh ansetzende Maßnahmen der Verhältnisprävention: von wirksamen Werbeschranken für ungesunde Lebensmittel bis hin zu verbindlichen Standards für gesunde Schulverpflegung und Schulsport.

Auch auf der Diabetes Herbsttagung 2025 ist dies ein Themal. Die Herbsttagung findet vom 7. bis 8. November 2025 in Congress Center Rosengarten in Mannheim statt.

Quelle: PI DDG

(bd)
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