Versicherungsfremde Leistungen künftig Finanzierungssache des Bundes?

Der Bundesrat hat am heutigen Freitag eine vom Land Baden-Württemberg beantragte Entschließung verabschiedet, mit der die Bundesregierung aufgefordert wird, versicherungsfremde Leistungen künftig vollständig aus Bundessteuermitteln zu finanzieren. Dazu haben sich die Vorstände der Kassenärztlichen Bundesvereinigung (KBV) Dres. Andreas Gassen, Stephan Hofmeister und Sibylle Steiner in einer ersten Reaktion geäußert:

„Wir begrüßen das klare Signal des Bundesrates an die Bundesregierung. Finanziell ehrlich solle man sein, sagte Baden-Württembergs Gesundheitsminister Manne Lucha. Dem bleibt nichts hinzuzufügen. Die Deckungslücke durch fehlende Bundesmittel bei den versicherungsfremden Leistungen umfasst bis zu 45 Milliarden Euro. Würden diese Mittel, so wie es richtig ist, aus Steuermitteln erbracht werden, hätten wir in der Gesetzlichen Krankenversicherung keine so grundlegenden Finanzprobleme, und auch keine Diskussionen über schmerzhafte Leistungseinschnitte.“

Quelle: News KBV

(bd)
Zurück zur Startseite
Weitere Newsmeldungen
    • AOK-Bundesverband zum Kabinettbeschluss zur Pflegereform
      Am 30. September 2026 wurde das Pflegeneuordnungsgesetz (PNOG) vom Kabinett verabschiedet. Aus Sicht der AOK handelt es sich hier um einen Minimalkompromiss. Den Kabinettsbeschluss zur Pflegereform kommentiert Dr. Carola Reimann, Vorstandsvorsitzende des AOK-Bundesverbandes.
      Mehr
    • Kritik an vertraulichen Erstattungsbeträgen: Pharma Deutschland fordert Nachbesserung
      Die seit Januar 2025 geltende Regelung zu vertraulichen Erstattungsbeträgen für neue Medikamente verfehlt laut dem Branchenverband Pharma Deutschland ihr Ziel. Der verpflichtende Abschlag von neun Prozent, der Ausgleich von Handelsmargen sowie weitere Zusatzbelastungen müssen entfallen. Zudem muss d...
      Mehr
    • Deutlicher Nachbesserungsbedarf bei Gesetzentwurf zum GeDIG
      Die Bundesregierung hat mit dem Gesetzentwurf eines Gesetzes für Daten und digitale Innovation im Gesundheitswesen (GeDIG) umfassende Pläne vorgelegt. Diese betreffen sowohl die Erstversorgung gesetzlich Versicherter als auch die Art und Weise, wie Krankenkassen ePA-Gesundheitsdaten für die Versorgu...
      Mehr
    • GOÄ-Reform: Wirtschaftliche Existenz der fachärztlichen Labore stark gefährdet
      Vor dem Inkrafttreten der neuen Gebührenordnung für Ärzte (GOÄneu) müssen die Vergütungen für medizinische Labordiagnostik komplett auf den Prüfstand. Der Grund: Die im Entwurf vorgesehene Abwertung von rund 34 Prozent bedroht die wirtschaftliche Tragfähigkeit der Facharztlabore massiv. Aus diesem G...
      Mehr
    • Bundesärztekammer zur Infragestellung der privaten Krankenversicherung
      Angesichts der Diskussionen in der CDU über das duale Gesundheitssystem warnt Bundesärztekammer-Präsident Dr. Klaus Reinhardt eindringlich davor, die private Krankenversicherung (PKV) als tragende Säule zu schwächen. Er betont, dass ein Infragestellen der PKV der medizinischen Versorgung in Deutschl...
      Mehr
    • Sparmaßnahmen in der ambulanten Versorgung treffen auch Demenzkranke
      Anlässlich des Welt-Alzheimertages hat der KBV-Vorstand vor den Auswirkungen bei der Behandlung von Demenzkranken gewarnt. Die KBV befürchtet Einschränkungen bei der Verfügbarkeit und auch bei der Zugänglichkeit ambulanter Leistungen.
      Mehr
Zum Archiv

Quellen-URL (abgerufen am 12.10.2026 - 08:40): http://www.neuromedizin.de/Politik/Versicherungsfremde-Leistungen-kuenftig-Finanzierungssache-d.htm
Copyright © 2014 | http://www.neuromedizin.de ist ein Dienst der MedienCompany GmbH. | Medizin-Medienverlag | Amselweg 2, 83229 Aschau i. Chiemgau | Geschäftsführer: Beate Döring | Amtsgericht Traunstein | HRB 19711 | USt-IdNr.: DE 223237239