Laut einer repräsentativen GKV-Versichertenbefragung 2025, die im Auftrag des GKV-Spitzenverbandes durchgeführt wurde, ist aktuell jeder dritte Versicherte unzufrieden mit den fachärztlichen Terminwartezeiten. In der hausärztlichen Versorgung sind die Versicherten mehrheitlich zufrieden.
Lange Wartezeiten
25 Prozent der Patienten warten länger als 30 Tage auf einen Termin in der Facharztpraxis, aber immerhin jeder Zweite kann innerhalb von 10 Tagen die Fachärztin oder den Facharzt sprechen. 30 Prozent der befragten Versicherten gaben an, dass es „schwierig“ bzw. “sehr schwierig“ war, einen Termin bei einem Facharzt zu erhalten; bei den Befragten mit einem schlechten Gesundheitszustand waren es sogar 35 Prozent.
Terminvergabe online wichtig
Jeder zweite der Befragten sieht die Terminvergabe online oder über eine App als „sehr wichtig“ oder “wichtig“ an. Der überwiegende Teil der Patientinnen und Patienten vereinbart ihren Arzttermin jedoch immer noch persönlich oder telefonisch. Bei Hausärzten sind das 59 Prozent, bei Fachärzten sogar 65 Prozent.
Zielgerichtete Steuerung
Angesichts der hohen Inanspruchnahme von Arztpraxen durch die Versicherten und des demografischen Wandels, der auch das ambulante Versorgungssystem prägt, ist eine schnelle und zielgerichtete Steuerung von Patientinnen und Patienten unverzichtbar – digitale Angebote können hierzu einen entscheidenden Beitrag leisten.
„Um die Terminvergabe effizienter zu machen, schlagen wir eine gesetzliche Regelung für ein tagesaktuelles Onlineportal vor: Hier würden alle Arztpraxen einen festzulegenden Anteil ihrer GKV-Termine zur Verfügung stellen. So ein Portal bringt mehr Transparenz über Terminoptionen. Wer echte Gleichbehandlung will, sollte zudem dafür sorgen, dass bei der Terminvergabe nicht mehr danach gefragt werden darf, ob jemand gesetzlich oder privat versichert ist“, fordert die stellvertretende Vorstandsvorsitzende des GKV-Spitzenverbands Stefanie Stoff-Ahnis.
Der Verband hat für die Primärversorgung Vorschläge für eine patientenorientierte Koordination in der ambulanten Versorgung vorgelegt.
Quelle: GKV-Spitzenverband










