COVID-19-Impfung senkt Risiko für schweren Krankheitsverlauf bei SARS-CoV-2-infizierten Patienten mit Blutkrebserkrankungen

Das Thema „Corona-Impfungen“ ist mittlerweile fester Bestandteil insbesondere im ambulanten Bereich. Bis heute ist allerdings nicht eindeutig geklärt, wie effektiv die COVID-19-Impfung bei Patienten mit Blutkrebserkrankungen ist, und die Einflussgrößen von schweren COVID-19-Erkrankungen sind zu wenig differenziert.

Um die Einflussfaktoren einer Infektion von SARS-CoV-2 zu identifizieren, führten niederländische Forscher der Universität von Amsterdam vor einiger Zeit eine landesweite Studie durch, die alle erwachsenen Niederländer umfasste, die zwischen dem 1. Juni 2020 und dem 31. März 2022 positiv auf SARS-CoV-2 getestet wurden.

Die Studienteilnehmer wurden in folgende Gruppen eingeteilt: Patienten mit einer Blutkrebserkrankung (in der Vorgeschichte), Personen mit einer soliden bösartigen Tumorerkrankung oder Personen ohne Krebs. Vorrangiges Endziel der Studie war eine schwere COVID-19-Erkrankung, definiert als eine COVID-19-Erkrankung, die zu einem Krankenhausaufenthalt oder dem Tod nach der ersten SARS-CoV-2-Infektion führte.

Die Auswertung des gesammelten Datenmaterials ergab, dass unter insgesamt 4.649.341 Personen aus allen gesammelten Studien diejenigen mit einer Blutkrebserkrankung das höchste Risiko für eine schwere COVID-19-Erkrankung hatten. Die Wirksamkeit der Impfung gegen eine schwere COVID-19-Erkrankung lag bei diesen Tumorpatienten bei bis zu 74 %, abhängig von der SARS-CoV-2-Variantenperiode, der Anzahl der erhaltenen Impfungen und dem Zeitintervall seit der Impfung.

Außerdem zeigte sich, dass das Risiko für einen schweren COVID-19-Verlauf für Patienten mit einer erst kürzlich diagnostizierten Blutkrebserkrankung am höchsten war und im weiteren Zeitverlauf dann abnahm, mit Ausnahme von Patienten mit chronischen Blutkrebserkrankungen. Darüber hinaus war zu beobachten, dass das Risiko für eine schwere COVID-19-Erkrankung tendenziell bei Patienten mit ganz bestimmten Tumor-spezifischen Behandlungen höher war.

In dieser Studie konnte gezeigt werden, dass die COVID-19-Impfung das Risiko für einen schweren Verlauf von COVID-19 bei SARS CoV 2 infizierten Patienten mit Blutkrebserkrankungen senken kann, auch wenn diese Patienten im Vergleich zu anderen weiterhin ein erhöhtes Risiko haben, so die Autoren. Zu den Einflussfaktoren für einen schweren COVID-19 Verlauf zählen, den Experten zufolge, die Art des bösartigen Tumors, das Zeitintervall zwischen der Krebsdiagnose und der SARS CoV 2 Infektion sowie die Therapie.

Diese Studiendaten könnten dem Gesundheitspersonal dabei helfen, zusätzliche Schutz und Therapiestrategien gegen Virusinfektionen von Atemwegen für Patienten mit Blutkrebserkrankungen zu entwickeln.

(drs)
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Quellen-URL (abgerufen am 07.10.2026 - 18:33): http://www.neuromedizin.de/Patienten/COVID-19-Impfung-senkt-Risiko-fuer-schweren-Krankheitsverlau.htm
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