ZNS-Konsil – neues Telematik-Angebot für Ärzte in Thüringen- KV Thüringen und die BARMER kooperieren

Ein neues ZNS-Konsil und soll bei der Versorgung von Patienten mit Demenz, Depressionen, Multipler Sklerose sowie Migräne und anderen speziellen Kopfschmerzsyndromen die Ärzte in KV-Bereich Thüringen unterstützen. Ärzte, die bei ihren Patienten eine entsprechende Verdachtsdiagnose gestellt haben, können künftig über eine Kommunikations-Software Rat bei Fachärzten für Neurologie oder Psychiatrie einholen. Über standardisierte Formulare, die der Berufsverband Deutscher Nervenärzte (BVDN) entwickelt hat, kann der erst-behandelnde Arzt die Symptome beschreiben. Der Facharzt gibt innerhalb weniger Tage auf demselben Weg Diagnostik- und Therapieempfehlungen. Die Daten werden dabei komplett verschlüsselt übertragen, sodass maximale Datensicherheit gewährleistet ist.

Das Konsil soll dazu beitragen, dass Überweisungen auf das notwendige Maß reduziert werden und es soll damit fachärztliche Arbeitszeit und Wartezeit für Patienten sparen. Außerdem ermöglicht es auch für Patienten, die es weit zum Neurologen oder Psychiater haben, eine Überwachung durch den Fachspezialisten. Partner bei dem Projekt sind die nervenärztlichen Fachverbände und der Software-Hersteller. Die Datensichere Kommunikations-Software wird auch in anderen Fachbereichen angewendet. In Thüringen können sich interessierte Ärzte ab sofort über die Funktionsweise des Konsils informieren. In der kommenden Woche ist dazu eine Einführungsveranstaltung geplant.

Telemedizin als Entlastung für Ärzte und Patienten

Die 1. Vorsitzende des Vorstandes der KV Thüringen, Dr. med. Annette Rommel, verweist auf den praktischen Nutzen des ZNS-Konsils: „Telemedizin ist kein Selbstzweck. Die KV Thüringen setzt auf digitale Anwendungen, die den Patienten helfen und die Arbeit der Ärzte erleichtern.

Birgit Dziuk, Landesgeschäftsführerin der BARMER in Thüringen, erklärt: „Der Patient muss sich nicht zusätzlich um einen Termin beim Facharzt kümmern und spart auch noch den Anfahrtsweg. Das ZNS-Konsil ist natürlich auch eine Antwort auf den massiven Anstieg von Diagnosen psychischer Störungen und eine Chance, medizinische Versorgung gerade im ländlichen Raum neu zu denken.“

(map)
Zurück zur Startseite
MFA-Heute
Weitere Newsmeldungen
    • Schärfer gegen Spitzen
      Vor einiger Zeit ist die Neufassung der Biostoffverordnung (BioStoffV) in Kraft getreten, die die EU-Nadelstichrichtlinie 2010/32/EU in nationales Recht umsetzt. Damit müssen auch Praxisinhaber für besseren Schutz ihrer Mitarbeiter vor Nadelstichverletzungen sorgen. Die neue Verordnung fordert nicht...
      Mehr
    • Praxisorganisation ist Chefsache !
      Managementwissen ist ein bedeutendes Thema für niedergelassene Ärzte, da nur durch ein effektives Organisations- und Praxismanagement die Wirtschaftlichkeit der Arztpraxis gewährleistet ist. Das Wichtigste ist allerdings die Selbstorganisation der Praxisinhaber als Garant für eine erfolgreiche Praxi...
      Mehr
    • Buchtipp: Praxisorganisation Kompakt für Ärzte
      Managementwissen ist ein bedeutendes Thema für niedergelassene Ärzte, da nur durch ein effektives Organisations- und Praxismanagement die Wirtschaftlichkeit der Arztpraxis gewährleistet ist. Das Wichtigste ist allerdings die Selbstorganisation der Praxisinhaber als Garant für eine erfolgreiche Praxi...
      Mehr
    • Neuer MFA-Gehaltstarifvertrag 2019/2020 vereinbart. Gültig ab 1. April 2019
      Die Tarifpartner für Medizinische Fachangestellte haben am 20. März 2019 den neuen MFA-Gehaltstarifvertrag 2019/2020, gültig ab 1.4.2019, veröffentlicht. Der Verband medizinischer Fachberufe e.V. und AAA vereinbarten 4,5 Prozent mehr Gehalt in zwei Stufen. Demnach erhöhen sich die Gehälter in der T...
      Mehr
    • Auseinandersetzungen im Job: Wertvolle Tipps für ein gutes Miteinander im Team
      Wenn man das Gefühl hat, nicht dazuzugehören, befürchtet man, die eigene Arbeit sei von geringerer Bedeutung. Das gilt sowohl im privaten als auch im beruflichen Umfeld. Konflikte sollte man jedoch nicht lange schwelen lassen, sondern offen und sachlich im Team ansprechen,
      Mehr
    • Ab 1. Oktober 2018 - Bundesweit einheitliche Attestformulare für Mutter-Kind- und Vater-Kind-Kuren
      Bereits seit 2012 verhandelte das Müttergenesungswerk mit dem GKV-Spitzenverband Bund der Krankenkassen über neue Atteste für Vorsorgemaßnahmen für Mütter und Väter. Ab dem 1. Oktober 2018 gelten zum ersten Mal bundesweit einheitliche Attestformulare für medizinische Vorsorgemaßnahmen für Mütter und...
      Mehr
    • Ausbildungsreport 2018: MFA-Ausbildung leidet an Qualität
      Die DGB-Jugend des Deutschen Gewerkschaftsbundes hat Anfang September bereits zum 13. Male den Ausbildungsbericht vorgestellt. Die Ergebnisse 2018 der Umfrage bei Auszubildenden zeigen, dass fast 30 Prozent der Azubis mit Ihrer Ausbildung nicht zufrieden sind. Zwar sind immer noch die meisten Ausz...
      Mehr
    • Vorschau ICD-11: Größerer Umfang, 30 % mehr Kodes, 13.000 Zusatzkodes
      Größerer Umfang, mehr Kodes, Zusatzkodes. Mit dem neuen ICD-11 kommt eine erhebliche Kodier-Lawine an bürokratischer Mehrarbeit auf klinisch tätige und niedergelassene Ärzte aller Fachrichtungen sowie Kodierfachkräfte zu. Die künftige Kodierung von Krankheiten wird um Vielfaches komplexer. Im direkt...
      Mehr
Zum Archiv

Quellen-URL (abgerufen am 26.05.2019 - 07:55): http://www.neuromedizin.de/Organisation/ZNS-Konsil---neues-Telematik-Angebot-fuer-Aerzte-in-Thuering.htm
Copyright © 2014 | http://www.neuromedizin.de ist ein Dienst der MedienCompany GmbH. | Medizin-Medienverlag | Amselweg 2, 83229 Aschau i. Chiemgau | Geschäftsführer: Beate Döring | Amtsgericht Traunstein | HRB 19711 | USt-IdNr.: DE 223237239