Eine Krebsbehandlung hinterlässt bei vielen Kindern und Jugendlichen deutliche Spuren. Aufgrund belastender Therapien leidet auch die körperliche Aktivität. Dieser Bewegungsmangel hat Auswirkungen auf die Erkrankung selbst und auf die onkologische Therapie. Ein vom Innovationsfonds des G-BA (Gemeinsamer Bundesausschuss) gefördertes Projekt hat das langfristige Ziel, unerwünschte Wirkungen der Krebstherapie zu reduzieren, die körperliche Leistungsfähigkeit zu erhalten und Bewegungsmangel während einer onkologischen Behandlung vorzubeugen.
Projekt "BEPPO"
Die Inventionsphase von "BEPPO" (Evaluation Bewegungs- und sporttherapeutischer Interventionen unter medizinischer Therapie in der pädiatrischen Onkologie) ist im Juli gestartet. Kinder und Jugendliche der Interventionsgruppe nehmen im Alter von drei bis 18 Jahren unmittelbar nach der Diagnosestellung an einem sechsmonatigen Bewegungsprogramm teil.
Die Sport- und Bewegungstherapie setzt sich aus Einheiten im Krankenhaus, ambulanten Angeboten sowie digital begleiteten Trainingseinheiten zusammen. Dadurch werden die jungen Patienten und Patientinnen sowohl während der stationären Behandlung als auch im häuslichen Umfeld kontinuierlich durch regelmäßige Bewegungstherapie unterstützt. Das Projekt wird an 13 kinderonkologischen Zentren bundesweit wissenschaftlich untersucht und mit der derzeitigen Standardversorgung verglichen.
Gefördert wird „BEPPO“ vom Innovationsfonds des G-BA mit knapp 7,3 Millionen Euro über 3,5 Jahre seit Oktober 2025.
Neben der AOK Rheinland/Hamburg sind auch die Krankenkassen BARMER, DAK-Gesundheit und die Techniker Krankenkasse Vertragspartner. Die Projektleitung liegt beim Universitätsklinikum Essen und Uniklinikum Köln.
Quelle: News AOK Rheinland/Hamburg










