Vegetarische und vegane Ernährungsformen können reich an Nährstoffen sein und ein gesundes Wachstum bei Kindern unterstützen. Es besteht jedoch auch das Risiko von Mangelerscheinungen, wenn lebenswichtige Nährstoffe nicht über angereicherte Lebensmittel oder Nahrungsergänzungsmittel aufgenommen werden.
Das ist das Ergebnis der bisher größten Studie von Forschern aus Italien, USA und Australien zur pflanzenbasierten Ernährung bei Kindern unter der Leitung der University of Florence.
Vegetarische Ernährung mit Nahrungsergänzungsmitteln
Vegetarisch ernährte Kinder nehmen in der Regel mehr Ballaststoffe, Eisen, Folsäure, Vitamin C und Magnesium zu sich. Ihre Aufnahme von Energie, Protein, Fett, Vitamin B12 und Zink hat sich jedoch als geringer erwiesen. Obwohl weniger Daten zu einer veganen Ernährung zur Verfügung stehen, zeigen sich hier ähnliche Muster.
Laut Co-Autorin Jeannette Beasley von der New York University sind vor allem die Werte von Vitamin B12 ohne Nahrungsergänzungsmittel oder angereicherte Lebensmittel nicht ausreichend vorhanden. Auch bei Calcium, Jod und Zink liegen bei veganen Kindern die Werte häufig am unteren Ende der empfohlenen Richtwerte.
Trotz dieser Risiken verfügten vegane und vegetarische Kinder über günstigere Herz-Kreislauf-Profile. Die Werte des "ungesunden" LDL-Cholesterins haben sich als geringer erwiesen. Das Wachstum und die Messungen der Körperzusammensetzung zeigen, dass Kinder mit einer pflanzenbasierten Ernährung eher schlanker sind.
Kinder, die pflanzenbasiert ernährt werden, sind etwas kleiner und leichter. Sie verfügten über einen niedrigeren BMI, weniger Fettmasse und einen geringeren Knochenmineralgehalt. Vegane Kinder waren ebenfalls kleiner und verfügten über einen niedrigeren BMI.
Für die Erhebung sind 59 Studien aus 18 Ländern ausgewertet worden.
Quelle: pte










