Unter dem Leitmotiv „Neuronale Funktion verstehen, erhalten und modulieren“ präsentiert die Deutsche Gesellschaft für Klinische Neurophysiologie und Funktionelle Bildgebung (DGKN) e. V. Fortschritte in Diagnostik und Therapie neurologischer und psychiatrischer Erkrankungen. „Die Klinische Neurophysiologie ist ein Motor für Innovationen in der Neuromedizin – sie ermöglicht nicht nur präzise Diagnostik, sondern auch den Schutz des Gehirns und gezielte therapeutische Interventionen“, erklärt Kongress- und DGKN-Präsident Prof. Jan Rémi. Der DGKN26 präsentiert sich mit neuen Veranstaltungsformaten und einem erweiterten wissenschaftlichen Programm.
Neurophysiologie als Fundament neurologischer Versorgung
Das Programm umfasst das gesamte Spektrum der Klinischen Neurophysiologie und Hirnforschung – von Neurologie und Psychiatrie über Neurochirurgie bis hin zu interdisziplinären Schnittstellenfächern wie Psychologie, Medizintechnik, IT und Ingenieurwissenschaft.
Im Fokus stehen neurologische Erkrankungen, bei denen neurophysiologische Verfahren zunehmend diagnostische Präzision, Therapieentscheidung und Outcome-Monitoring bestimmen – darunter Epilepsien, neurodegenerative Erkrankungen, Bewegungsstörungen, Demenzen, Schlaganfall, Multiple Sklerose und chronische Schmerzsyndrome.
Programmhighlights: Von Wissenschaft bis Klinik
Neue Formate wie ein „Rising Star Symposium“ für Nachwuchsforschende oder das Habilitiertensymposium fördern den fachlichen Austausch. Erstmals wird das wissenschaftliche Programm durch sechs praxisnahe Fortbildungssymposien erweitert. „Damit rücken wir den Nutzen neurophysiologischer Verfahren für die neurologische Versorgung noch stärker in den Fokus“, so Prof. Rémi.
Keynote-Vorträge renommierter Expertinnen und Experten adressieren zentrale Zukunftsthemen – von neuronalen Grundlagen des Bewusstseins über frühe Alzheimer-Intervention bis zu ersten klinischen Erfahrungen mit adaptiver Tiefer Hirnstimulation als Weg zur individualisierten Neuromodulation. Joint Sessions mit der Deutschen Gesellschaft für Psychiatrie und Psychotherapie, Psychosomatik und Nervenheilkunde (DGPPN), der Deutschen Gesellschaft für Muskelkranke (DGM) und der Organization for Human Brain Mapping (OHBM) unterstreichen die interdisziplinäre Bedeutung der Klinischen Neurophysiologie.
Qualifikation für die Neuromedizin von morgen
Digitalisierung, technischer Fortschritt, Big Data und Künstliche Intelligenz eröffnen neue Möglichkeiten. Die DGKN-Fortbildungsakademie unterstützt Ärztinnen und Ärzte, mit den Entwicklungen Schritt zu halten. 45 zertifizierte Hands-on-Kurse, etwa zu EEG, Neurosonologie, Schlafmedizin oder Neuromodulation, bieten praxisnahe Fortbildung auf aktuellem wissenschaftlichen Niveau für alle Karrierestufen in Klinik und Niederlassung. Eigene Formate der Jungen Klinischen Neurophysiologie (JKN) stärken gezielt die Sichtbarkeit des Nachwuchses in Klinik und Wissenschaft und fördern deren Vernetzung.
Quelle: News DGKN










