Bei der 64. Jahrestagung der Deutschen Gesellschaft für Epileptologie (DGfE) in Würzburg zeigte sich, in welch rasantem Tempo sich die Epileptologie weiterentwickelt. Personalisierte Therapieansätze und Neue Versorgungsformen waren die Hauptthemen des hochkarätigen Kongresses, bei dem 1.200 Experten zusammenkamen und aktuelle Erkenntnisse in der Epileptologie diskutierten.
Gentherapiestudie
Breit diskutiert wurde die erste Gentherapiestudie, die aktuell bei Kindern mit Epilepsie in Deutschland begonnen hat. Nach neuesten Erkenntnissen sind viele epileptogene Läsionen durch somatische Mutationen bedingt, die erst während der Embryogenese auftreten. Auch zum plötzlich Epilepsietod und seinen verhinderbaren Risikofaktoren gab es neue Erkenntnisse: Wer allein lebt und schläft, viele große Anfälle hat und seine Medikamente unregelmäßig nimmt, ist mehr als 100-mal so oft betroffen.
Wie Tagungspräsident Prof. Dr. med. Felix Rosenow, Leiter des Epilepsiezentrums Frankfurt Rhein-Main, Klinik für Neurologie, Universitätsmedizin Frankfurt, betonte, lag beim diesjährigen Jahreskongress der Fokus auf der personalisierten Behandlung wie etwa auf genetischen und immunologischen Therapien. Außerdem ging es um den syndromspezifischen Einsatz von Anfallssuppressiva, neue epilepsie-chirurgische und Stimulationsverfahren sowie neue Versorgungsformen wie ASV, Telemedizin, ambulantes Epilepsiemonitoring, DIGAs und KI in Diagnostik und Therapie.
Ein wichtiger Fokus lag auf dem interdisziplinären Austausch mit renommierten Experten aus der ganzen Welt. Erstmals gab es einen ‚International Day‘ mit einer Reihe aufeinanderfolgender internationaler Symposien. Im Rahmen des Präsidenten-Symposiums wurde erstmals der mit 10.000 Euro dotierte „Frankfurter Epilepsieforscherpreis der Christian Fürstenwald Stiftung“ verliehen.
Quelle: News DGfE










